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Leser werden Reporter

Daniela Terbu schreibt über die Kleine Zeitung. Diese Woche haben den Leser Reporter gestartet. Weil ich für die Kleine arbeite, wurde ich in letzter Zeit ein paar Mal darauf angesprochen. Hier ein paar Gedanken dazu:

Das Projekt Leser Reporter wurde nicht eingeführt um zu einem neuen Denunziantentum zu führen. Vielmehr meine ich soll damit ausgedrückt werden, dass unsere Leser oft mehr wissen als wir Journalisten. Wenn ich eine Geschichte über irgendetwas schreibe, dann ist unter unseren Lesern ganz sicher einer, der sich mit dem Thema weit mehr auskennt, weil er sich damit auch mehr beschäftigt.

Wenn ich über das Web schreibe, gibt es dutzende, hunderte oder vielleicht sogar tausende Leser, die damit arbeiten, ihr Geld damit verdienen. Warum soll man nicht auf die hören.

Dazu kommt noch, dass wir gar nicht überall sein können. Unsere Leser sind an weit mehr Orten – sie sind eigentlich überall, wo etwas passiert. Was liegt also näher, als sie einzubinden?

Wenn man auf seine Leser hört, wird man auch mehr Gespür dafür bekommen, was sie interessiert und was sie bewegt. Nur so kann das Medium als solches besser werden. Nur so ist es näher am Leser.

Dann wäre da noch die Leserbindung. „Schau, heute ist mein Sohn in der Zeitung!“ Wenn so ein Satz einmal von einem Leser kommt, ist das besser als jede Werbung.

RSS und Massenmedien

RSS ist eine tolle Technik, weil sie viele neue, bislang nicht gekannte Möglichkeiten mit sich bringt. Mit ein paar Klicks stellt man sich seine eigene, elektronische Zeitung zusammen. Der Leser bekommt genau die Inhalte, die ihn interessieren. Für Massenmedien kann das daher auch Marktanteile kosten. Warum? Das zeigt diese Grafik.

RSS-Tabelle Medien

Eine Tageszeitung muss man auch bezahlen, wenn einen nur der Inhalt eines Ressorts interessiert. Mit RSS kann ich mir das für den jeweiligen Content beste Medium auswählen.

Für Medienhäuse bedeutet das, noch mehr als bisher auf die Qualität der Inhalte zu achten.