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10 heiße Tipps & Tricks für Spotify | Update

Updated: 4. März 2012

Es ist soweit: Spotify ist in Österreich und der Schweiz aufgeschlagen. Zum Start gibt’s eine offizielle Hallo-Austria-Hier-Spotify-Playlist (hier meine Hallo-Spotify-Hier-Georg-Playlist).

Der Musikstreaming-Dienst gilt als der heißeste im Web. Auf der Website der Kleinen Zeitung gibt’s das Launch-Interview, das ich mit Europachef Jonathan Forster führen durfte.

Was ist Spotify?

Wie bei allen Streaming-Dienste müssen Songs nicht erst heruntergeladen, damit man sie abspielen kann. Unmittelbar nach dem Drücken des Play-Knopfs startet die Wiedergabe. Spotify hat rund 15 Millionen Titel in seinem Katalog. Diese werden über die Suchfunktion gefunden und in Abspiellisten (Playlists) organisiert.

Bei Revision3 entstand zum US-Start ein gutes Tutorial-Video:

Die Benutzung von Spotify ist in der Grundversion kostenlos, gegen ein Entgelt gibt es weitere Funktionen.

Spotify Premium

Spotify Unlimited

Spotify Free

Monatlicher Preis9,99 Euro4,99 EuroGratis
Suchen und Abspielen von MusikOKOKOK
Soziale FunktionenOKOKOK
Nutzung im AuslandOKOK14 Tage
Radio-ModusOKOK
AnzeigenfreiOKOK
Mobile NutzungOK
Offline-NutzungOK
Exklusive TracksOK
Nutzung auf der StereoanlageOK

Die Nutzung des kostenlosen „Free-Accounts“ ist auf zehn Stunden pro Monat limitiert (ca. 200 Songs). Zudem gibt es noch eine Einschränkung hinsichtlich der Abspielhäufigkeit: Songs können in der Gratisversion nur fünf Mal abgespielt werden. Aber zum Testen des Angebots und für geringen Musikkonsum am Computer sollte das reichen.

Was macht Spotify besser als andere Dienste?

Mit diesen drei Merkmalen setzt sich Spotify meilenweit vor die Konkurrenz wie Napster, Simfy oder auch Groovshark.

10 Tipps & Tricks: Mehr mit Spotify machen

Plattform ist sehr offen und daher kann man auch weit mehr rausholen als etwa aus Simfy. Es gibt jede Menge Tricks, wie man mehr mit Spotify machen kann.

10. Musik teilen und Freunden zugänglich machen

Der Erweiterungsmöglichkeit von Spotify liegt ein Prinzip zugrunde: Alle Elemente – seien es nun Songs, Abspiellisten oder selbst Freunde – sind referenzierbar. Man kann einen Link auf all diese Elemente erstellen, in dem man mit der rechten Maustaste darauf klickt.

Ein HTTP-Link öffnet das jeweilige Element im Browser, wodurch es auch für Nicht-Spotify-Nutzer anzusehen ist. Beispiel: 2raumwohnung – Wir trafen uns in einem Garten
Klickt man in Skype oder im Browser auf eine Spotify-Url, wird automatisch das Windows- oder Mac-Programm geöffnet. Beispiel: 2raumwohnung – Wir trafen uns in einem Garten

Wie ist das hilfreich? Songs oder Abspiellisten kann so per Email an Freunde weiterschicken, die allerdings auch einen Spotify-Account besitzen müssen. Man kann solche HTTP-Links auch auf Facebook oder Twitter teilen bzw. diese in Webartikeln verlinken. Zum Teilen wählt man allerdings besser gleich den oben gezeigten Menüpunkt „Teilen mit…“.

Es gibt eine Reihe von Webangeboten, die sich dieses Link-Prinzip zu Nutze machen, um bei der Entdeckung neuer Künstler behilflich zu sein. Stellvertretend für viele Dienste seien hier fünf erwähnt, die sich auf Spotify-Playlists spezialisiert haben:

Dort kann man nicht nur fremde Playlisten entdecken, sondern auch bewerten oder eigene teilen.

9. Freunde suchen

Spotify selbst bietet eine weitere Möglichkeit, Musik mit Freunden zu teilen. Dies ist bestimmt die bessere Variante als das Teilen via Facebook oder Twitter, da dort nicht alle Freunde Spotify nutzen und ein Account die Voraussetzung für das Abspielen ist. Wer ohne Account auf einen solchen Link klickt, ärgert sich vielleicht nur.

Freundschaften bei Spotify knüpft man beispielsweise durch das Verbinden des Dienstes mit Facebook. Die Option dazu wird gleich beim Start des Programms prominent angezeigt. Achtung! Wenn man Spotify mit Facebook verbindet, werden dort (im so genannten Ticker) alle Songs angezeigt, die man so hört. Das ist zwar nicht schlimm, aber man kann dies auch abdrehen – etwa, wenn man Zweifel am eigenen Musikgeschmack (Stichwort: Britney Spears oder Justin Bieber) hat.

Dazu klickt man unten auf das Feld „Public“ oder „Öffentlich“ und wählt „Custom“ oder „Benutzerdefiniert“ aus. Dort kann man festlegen, dass man diese Einträge nur selbst sieht. Nachträglich kann man dies unter Facebook unter den Privatsphäre-Einstellungen ändern, indem man auf „Anwendungen und Webseiten“ klickt und danach Spotify auswählt.

Hat man Spotify-Freunde gemacht, kann man in der Folge Songs und auch Playlists ganz einfach teilen: Man packt sie mit der Maus an und zieht sie auf den jeweiligen Freund.

Danach geht ein kleines Fenster auf, wo man einen kurzen Begleittext hinzufügen kann.

8. Tastatur überholt Maus

Oft  ist man schneller, wenn man die Hände nicht von der Tastatur nehmen muss. Hier die wichtigsten Shortcuts für die Spotify-App:

Funktion

Windows

Mac

Neue Abspielliste erstellenStrg-NCmd-N
Ausschneiden (Song aus einer Abspielliste löschen, um diesen in eine neue einzufügen)Strg-XCmd-X
Kopieren (Song aus einer Abspielliste in die andere kopieren und Link für das Web oder Email kopieren)Strg-CCmd-C
EinfügenStrg-VCmd-V
LöschenEntfBackspace
Alles markierenStrg-ACmd-A
Alle Markierungen aufhebenStrg-Shift-ACmd-Shift-A
Play/PauseLeertasteLeertaste
Nächster SongStrg-Pfeil nach rechtsStrg-Cmd-Pfeil nach rechts
Vorheriger SongStrg-Pfeil nach linksStrg-Cmd-Pfeil nach links
Lautsärke +Strg-Pfeil nach obenCmd-Pfeil nach oben
Lautsärke –Strg-Pfeil nach untenCmd-Pfeil nach unten
StummStrg-Shift-Pfeil nach untenCmd-Shift-Pfeil nach unten
Hilfe anzeigenF1Cmd-?
Ins Suchfeld springenStrg-LCmd-L
EinstellungenStrg-PCmd-,

7. Songtexte zum Mitsingen

Im Dezember stellte Spotify eine App-Plattform vor. Eine der Apps, die  innerhalb von Spotify laufen ist TuneWiki. Zu fast jedem Song werden hier Songtexte dargestellt, die mit dem Song mitscrollen.

6. Besser suchen und Ohrwürmer finden

In der Spotify-Anwendung kann man auch komplexer suchen als bloß einen Song oder einen Künstler.

Die Suchergebnisse lassen sich nach Künstler, Song, Erscheinungsdatum und weiteren Kriterien einschränken. Die genaue Syntax listet Spotify auf dieser Hilfe-Seite auf.

Weil das aber mühsam sein kann, gibt es SpotifySuperSearch. Die Website bietet eine komfortablere Suche, die Ergebnisse werden darunter als Link präsentiert. Klickt man darauf, öffnet sich die Spotify-Anwendung und stellt alle Treffer als Liste dar.

Eine weitere Suchmöglichkeit bietet die Firefox-Erweiterung Spotify Search. Mir ihr kann man markierten Text einfach zur Suche verwenden.

Eine weitere – noch genialere – Methode, um Musik zu finden, ist die Smartphone-App Shazam, die es für alle Plattformen (iOS, Android, Blackberry, Nokia, Windows Phone, Windows Mobile) kostenlos (und zur unlimitierten Nutzung für ein paar Euro) gibt.

Wer Shazam noch nicht kennt, sollte sich die App unbedingt anschauen! Die Idee ist ebenso simpel wie genial:

  1. Man hört einen Song im Radio oder im Pub.
  2. Man startet die Shazam App und hält sie zur Tonquelle.
  3. Nach etwa 15 Sekunden werden die Töne konvertiert und zu den Servern von Shazam geschickt.
  4. Als Ergebnis kommen Songtitel und Interpret zurück.

Shazam bietet daraufhin nicht nur Links zu YouTube oder in den iTunes Store an, sondern auch einen Link, um den gespielten Song in der Spotify-App zu öffnen (Anmerkung: Das sollte zum Start in Österreich oder kurz darauf auch hier möglich sein.).

Nach dem gleichen Schema funktioniert auch SoundHound, das ebenfalls eine Spotify-Integration bietet. Hier reicht es in manchen Fällen sogar, den Song ins Handy-Mikro zu summen.

5. Playlisten und Hitparaden im Abo

Abspiellisten ändern sich mit der Zeit – man fügt neue Titel hinzu, löscht andere wieder heraus. Wenn man eine Playlist eines Freundes nutzen will, werden auch spätere Änderungen berücksichtigt. Dazu stöbert man einfach in öffentlichen Playlisten von Freunden und klickt in der Folge auf den Button „Abonnieren“.

So bleiben Playlists immer „up to date“. Dieses Prinzip machen sich Websites wie topsify.com oder hotspotify.com zunutze. Dort werden ständig aktuelle Charts (UK, US, SE) als abonnierbare Playlists veröffentlicht. Ein Klick reicht, um immer am Laufenden zu bleiben und sich gleichzeitig nervende Radiowerbung zu sparen.

4. Spotify als Party-MTV

Kostenlose Musik gibt’s nicht nur als illegale Downloads, fast jeder Mainstreamsong findet sich auch auf YouTube. Zwar ist die Tonqualität oft alles andere als perfekt, aber für die Partybeschallung am Fernseher reicht das in den meisten Fällen.

Ein wahrlich genialer Dienst ist tubufy.com. Er erstellt aus einer Spotify-Playlist eine YouTube Playlist.

Dazu klickt man mit der rechten Maustaste auf eine Playlist der Wahl und wählt „Spotify-URL kopieren“. Auf der Website von Tubufy fügt man diese ein und klickt auf „Load videos!“. Alternativ kann man noch weitere Präferenzen wählen.

Ist die Playlist fertig, kann man durch Doppelklick auf das Video die Liste im Fullscreenmodus abarbeiten. Solchermaßen erstellte Playlisten lassen sich auch auf Facebook, Twitter und vielen anderen Diensten teilen.

Natürlich kann man auch auf YouTube Playlists erstellen, allerdings ist der Playlist-Editor bei weitem nicht so mächtig wie jener der Spotify-Anwendung. Der Vorteil dieser Methode: Es ist einfacher und geht schneller von der Hand.

3. Spotify im Party-Mode

Will man mit ein paar Freunden gemeinsam Musik hören, geht das am besten mit spartify.com. Die sehr spartanisch aussehende Website ermöglicht das Bearbeiten und Abspielen einer Playlist in Echtzeit. Alles, was man dazu braucht, sind Freunde und der ober der Suchbox angezeigte „Party Code“.

Alle „Partygäste“ können nun Songs suchen und diese durch Drücken von „+1“ in die Abspielliste hinzufügen. Gibt es keine Songs mehr, fügt Spartify automatisch ähnlich klingende Titel der „Queue“ hinzu.

2. Einstellungen am PC und Mobile

Auch wenn die Spotify-Anwendung sehr einfach zu bedienen ist, an ein paar Einstellungen sollte man denken.

Eine Facebook-Anbindung schadet nicht, um neue Musik zu entdecken oder zu sehen, was die Freunde so hören. Wer das automatische Teilen von Inhalten auf Facebook nicht will, kann dies in den Einstellungen unterbinden.

Auch eine Reihe weiterer Einstellungen dreht sich um das Thema Privatsphäre.
Übrigens: Entgegen den Gerüchten ist für Spotify kein Facebook-Account nötig! 
Update: In Österreich ist zur Registrierung ein Facebook-Account nötig. Dies war beim Start in den USA nötig, wurde dann jedoch fallen gelassen.

Am Handy interessant sind noch die Einstellungen für die Qualität des Streamings und der Downloads. Weil dabei – je nach Nutzung – auch größere Datenmengen zusammenkommen, empfiehlt sich die Synchronisierung im Wlan oder per USB-Anschluss.

Apropos Handy: Wer Spotify am Laptop mittels mobilem Internet betreibt, sollte einen Aspekt der Funktionsweise kennen: Der Dienste funktioniert auf Basis von Peer to Peer (P2P). Genauso wie Skype Gespräche nicht über eigene Server leitet, kommen auch bei Spotify nicht alle Songs aus der eigenen, zentralen Infrastruktur. Vielmehr kann ein Titel auch vom Computer eines anderen Spotify-Nutzers in der Nähe kommen. Und möglich ist auch, dass andere Nutzer die Musik von Ihnen bekommn. Daher gilt:

  1. Den Datenverbrauch im Auge behalten.
  2. Wenn man keine Musik hören will, sollte das Programm komplett geschlossen werden.

Auf Anfrage bei Spotify hieß es dazu:

Our smartphone clients do not do any P2P.
Regarding our desktop client, our desktop clients use P2P regardless of their connection, so if you connect your desktop/laptop computer with a 3G dongle or via your phone, that’ll do P2P traffic. However, Spotify has a carefully designed network protocol, so even with P2P, we’re very good to the network, and Spotify does not use very much data volume anyway.
There are also independent scientific papers published on this showing that we’re good to the network even when users are on excellent connections (fiber-to-the-home): bit.ly/sbuuD5.

1. Spotify auf der „alten“ Stereoanlage

Musik will man nicht nur am PC oder mit Smartphone-Ohrstöpseln anhören, sondern auch auf der Stereoanlage. Allerdings können nur ganz neue Stereoanlagen (und hier nicht alle) Musik drahtlos empfangen bzw. direkt mit Spotify zusammenarbeiten. Die gute Nachricht: Mit relativ wenig Geld kann man jede Stereoanlage vernetzen und so ins 21. Jahrhundert katapultieren.

Im Juni 2010 stellte Apple eine Technik vor, mit der sich Medieninhalte vom iPhone, iPod touch oder iPad bzw. PC oder Mac (via iTunes) auf anderen Geräten ausgeben lassen. Bei AirPlay bieten Audio-Apps einen speziellen Button an (siehe rechts), mit dessen Hilfe man das Ausgabegerät für einen Song oder eine Podcast-Episode auswählt. Zwar beherrschen mit Apples Segen immer mehr Audiogeräte diese Technik, doch die gute Stereoanlage bleibt außen vor. Doch es gibt Mittel und Wege, wie man auch andere, von Apple nicht autorisierte, Geräte bespielen kann.

Am einfachsten geht das mit der Stereoanlage, für die Apple mit AirPort Express (rund 100 Euro bei Amazon) selbst ein Zubehör anbietet. Die Wlan-Basisstation agiert auch als AirPlay-Empfänger und gibt Musik mittels Klinkenkabel an den AUX-Eingang (auch „Line-In“ genannt) der Stereoanlage weiter. Die Einrichtung ist einfach. Wichtig ist nur, dass man dem AirPort Express einen möglichst klaren Namen (z.B. Küchenradio, Stereoanlage Wohnzimmer) gibt, um ihn später leichter identifizieren zu können. Um die Musik vom iPhone anhören zu können, muss man allerdings stets auf AUX umschalten. Auf diese Art und Weise werden auch günstige Aktivboxen zur echten Konkurrenz für teure Audiosysteme wie jene von Sonos, die für eine Wohnung schnell mehr als 1000 Euro kosten. Nachteil: AirPort Express ist ein wahrer Stromschlucker.

Leider kann die Spotify-Anwendunge weder vom Mac noch vom PC aus Töne an AirPort-Geräte schicken. Bis dies in späteren Versionen möglicherweise folgt, lässt sich dieses Manko mit einem kleinen Programm namens Airfoil umgehen. Die 25 Dollar teure Software leitet den Audio-Datenstrom zu beliebigen AirPort-Empfängern in der Wohnung um.

Wer kein fan des Apple-Universums mit seinen proprietären Standards ist, findet diverse DLNA-Adapter wie etwa den DG H100 von HTC (100 Euro bei Amazon). Auch damit lässt sich eine Menge anstellen.

Noch ein paar weitere Kleinigkeiten

  • Kurz-Urls (etwa zum Twittern) erstellt man bei spo.tl
  • Eine ganze Menge Websites sind im Bilde, wenn Spotify neue Musik hinzufügt. Die Urls dafür gibt es u.a. in diesem Spotify Blogeintrag.
  • Um eine Spotify-Anwendung bequem vom Handy aus zu steuern gibt es einige Remote Apps für Smartphones.

Nicht nur Licht, auch Schatten

Nicht alle Künstler haben mit Spotify große Freude. Es gibt auch große Kritik daran, dass sie für Rechte bei Streaming-Diensten lausig entlohnt werden. Eine eindrucksvolle Grafik darüber gibt es bei informationisbeautiful.net.

Und der Facebook-Zwang ist auch nicht gut.

iTV – das logische "Next Big Thing" von Apple

Auch nach dem Tod von Steve Jobs sieht die Apple-Produktpalette ganz passabel aus. Die enge Verbindung von Geräten und Diensten verspricht noch länger sprudelnde Gewinne. Doch mittel- und langfristig bracht es neue Wachstumspotenziale. Apples Aktienkurs preist nicht nur aktuelle Erfolge ein, sondern auch Erwartungen an ein prosperierendes Morgen. Und diese Erwartungen sind höher als bei anderen Firmen. Viele fragen sich daher: Was kommt als nächstes?

Eigene Fernsehgeräte sind das nächste Ziel in Cupertino. Die Apple-TV-Box, von Steve Jobs nur als „Hobby“ bezeichnet, bietet einen Vorgeschmack darauf. Der Markt für TV-Geräte weist enorme Parallelen mit dem von Handys anno 2007 auf.

  • Es gibt viele austauschbare Hersteller, die dazu noch über sinkende Margen klagen.
  • Kein Gerät macht es dem Nutzer ansatzweise einfach, alle Möglichkeiten auszunützen. Das Internet nutzt sich am besten TV-Gerät genauso kompliziert wie vor vier Jahren auf einem „Smartphone“ des Marktführers Nokia.
  • Die zahllosen Modelle in Elektromärkten sind so wenig differenzierbar wie damals Handys von Samsung oder SonyEricsson.
  • Bei Apps kocht jeder sein eigenes Süppchen, sodass es sich für Entwickler nicht lohnt. Für Fernseher gibt es jetzt gleich viele Betriebssysteme und Programmierumgebungen wie vor ein paar Jahren bei „Smartphones“.
  • Apple hat zudem die nötigen Inhalte bereits in der Hand: iTunes ist nicht nur ein Musikladen, sondern die weltgrößte Onlinevideothek. Und wer sagt, dass wir iPhone-Fotoalben nicht bald mehrheitlich am Fernseher ansehen werden?

Widersprüche bitte in die Kommentare …

Remote-Apps für TV, Sat und Stereoanlage

Ein Supertrend 2011 ist die „Verapplikationierung“ von Unterhaltungsgeräten. iOS- und Android-Nutzer dürfen sich darauf freuen!

Immer mehr Geräte im Haushalt haben einen Netzwerkanschluss. Über diesen lassen sich nicht nur Inhalte aus dem Internet beziehen. Damit ausgestattet Geräte lassen sich auch mit Apps fernsteuern. iPhone, iPad oder Android-Smartphones ersetzen so nicht nur eine ganze Armada an Infrarot-Fernbedienungen, sie bringen auch etliche Zusatzfunktionen mit.

Am meisten verbreitet ist dies derzeit bei netzwerkfähigen Fernsehern. Flat-TVs von Samsung, LG, Philips oder Sony lassen sich über kleine Zusatzprogramme steuern. Auch Satelliten-Receiver, Blu-ray-Player, Wetterstationen oder netzwerkfähige Stereoanlagen erfahren so einen deutlichen Mehrwert.

Größter Vorteil ist der Preis: Verlangt etwa Sonos für seinen besten Controller 399 Euro, gibt es die Apps – wie bei den meisten Herstellern – gratis. Viele Hersteller veröffentlichen Programmierschnittstellen für ihre Geräte oder bieten selbst Apps an. Eine Suche im iTunes Store oder Android-Market nach den Hersteller- oder Gerätenamen lohnt sich immer. Im schlimmsten Fall bezahlt man ein paar Euro – kein Vergleich zu teuren Universalfernbedienungen, die noch dazu weniger können.

Beispiele für Remote Apps

Die vielen weiteren Vorteile sind am besten anhand von Beispielen (jeweils nur zwei Screens) erklärt:

Samsung bietet mit seiner App eine Steuerung aller netzwerkfähigen Fernseher. Die Gestensteuerung – so ein innovativer Ansatz wäre mit Fernbedienungen gar nicht möglich – finde ich persönlich etwas gewöhnungsbedürftig, dafür ist die App flexibler als das Original. Einziges Problem: Einschalten kann man das TV-Gerät mit dieser Remote (zumindest in der Version 1.33) noch nicht.

Dream Multimedia bietet selbst zwar keine eigene Remote an. Mit DreamOn gibt es für seine exzellenten Dreambox-Satellitenreceiver jedoch für 1,59 Euro eine exzellente App. Der eigentliche Fernbedienungsteil (unten links) ist etwas lieblos gestaltet, aber dennoch zielführend. Toll ist die Aufnahmemöglichkeit über den EPG übers Internet. Ist der Router richtig eingestellt, kann man auch von unterwegs den Timer stellen.

Ebenfalls praktisch und zu Späßen einladend ist der Nachrichtendienst, den das Dreambox-Betriebssystem enigma 2 mitbringt. So kann man vom Arbeitszimmer kurze Texte („Schatzi, Bussi!“) auf den Fernseher schicken. Die „normale“ Fernbedienung schafft das nicht!

Kathrein: Die beiden Sat-Receiver UFS-912 und UFS-922 basieren wie die Dreambox auf Linux und sind nebenbei noch kleine Netzwerk-Multimedia-Computer. Klar, dass man auch sie steuern kann. Was Kathrein besser macht als DreamOn ist die Darstellung des EPG mit Logos. Sie gehen schneller ins Auge als lediglich Senderbezeichnungen.

LG macht mit seiner AV-Remote-App deutlich, dass Design keine Frage der verwendeten Materialien ist. Photoshop reicht. Außerdem: Es gibt Zusatzinformationen – etwa DVD-Cover.

Die Wifi TV Remote von Philips gibt es wie andere auch in mehreren Ausführungen – mit klassischer und eher experimenteller Bedienerführung. Fast alle Apps bieten zudem auch eine Tastatur, mit deren Hilfe die Eingabe von Text am Touch-Display weit besser von der Hand geht als auf der Fernbedienung.

Die Denon Remote App zeigt, wie man mit mehreren Quellen am Display viel einfacher umgehen kann als auf der Fernbedienung und am entfernten Display der Stereoanlage. Durch diese Art von Apps werden neue Anwendungen wie Streaming-Dienste auf Stereoanlagen ohne passables Display überhaupt erst möglich oder praktisch nutzbar.

Sonos zeigt mit seinen Apps für iPhone/iPod touch bzw. fürs iPad wie perfekt Usability aussehen kann. Spielerisch wird zwischen Zonen herumgeschalten, Sender oder Songs sucht man mit der Tastatur und zur Orientierung wird Album-Art eingeblendet. Mehr Übersicht kann man kaum haben. Neben den offiziellen Apps von Sonos gibt es noch eine Reihe inoffizieller – etwa Andronos für Android.

Apps für die Boxee Box gibt es sowohl für iPhone/iPod touch als auch fürs iPad. Neben mehr Übersicht und intuitiverer Bedienung sei noch ein weiterer Vorteil erwähnt: Weil die Bedienung über Wlan funktioniert, bedarf es keiner direkten Sichtverbindung zum Gerät wie bei Infrarot.

Und wenn eine Fernbedienungs-App einmal nicht perfekt ist – ein Update mit neuen Funktionen und besserer Bedienbarkeit kann jederzeit kommen.

Diese Aufzählung ist überhaupt nicht komplett und zeigt nur iOS-Apps. Auch für Android gibt es schon einiges und es wird mit jedem Tag mehr – einfach nach Hersteller oder Gerät im iTunes Store oder Android-Market suchen.

Nachteil

Wo viel Licht ist, gibt es auch Schatten – und dabei einen sehr langen sogar 🙁

Um etwa den Fernseher schnell leise zu stellen, muss man das Handy hernehmen, entsperren, die App starten und den richtigen Knopf drücken. Mit der konventionellen Fernbedienung ist das nur ein Drücker.

Funktionsweise

Die Übertragung der Schaltbefehle funktioniert über den Router per Wlan. Ist das Gerät verkabelt, überträgt der Router die Signale vom Wlan ins Kabel. Damit der Nachbar nicht reinfunken kann, muss man die App zuerst mit dem Gerät koppeln. Dies funktioniert bei Fernsehern oder Sat-Receivern meist über die Eingabe von Pin-Codes oder eine Kombination aus Benutzername und Passwort. Gibt es keine Displays, so müssen am Gerät gewisse Tasten gedrückt werden. Eine interaktive Anleitung gibt’s dafür am Handy-Display.

Ausblick

Der Ausblick für solche Apps ist rosig: Was jetzt noch nicht steuerbar ist, wird es bald sein. Beispielsweise könnte man in Zukunft vom Rücksitz aus das Autoradio steuern. Auch wird der Markt für komplette Heimautomationen (Heizung, Jalousien etc.) in den nächsten Jahren boomen und mit ihm auch die Apps, die das Heim der Zukunft elegant steuern.

Und du? Fernbedienst du noch oder appst du schon?

iPhone aus Bella Italia

Italienische Fahne, (cc) Ed YourdonHeute kamen mir AGB-Änderungen von T-Mobile Austria und Telering zu Ohren. Weil diese den jeweiligen Kunden nicht nur Vorteile (Sonderentgelte, höhere Tarife nach Verbrauch der Freiminuten etc.) bringen, wird ihnen laut § 25 TelekommunikationsGesetz 2003 ein außerordentliches Kündigungsrecht eingeräumt.

Bis 23. Juli 2010 können Kunden des betreffenden Anbieters auch dann ihren Vertrag kündigen, wenn die Mindestvertragsdauer noch nicht abgelaufen ist. Ein Entgelt ist bei der Kündigung nur zu entrichten, wenn man beim Treueprogramm („Flamingos“) im Malus ist. Für Kunden ist positiv, dass man vertragsfrei vielGeld spart – die ungebundenen Diskonttarife von BobYesss aber auch Drei sind sehr günstig.

Auch aufs iPhone 4 muss man nicht verzichten! Wie ich auf meinem Privatblog vor gut einiger Zeit vorgerechnet habe: Ungebunden ist (fast) immer billiger! Davon gibt es nur ganz wenige Ausnahmen.

iPhones in Italien

Italien – speziell auch Südtirol – sind immer eine Reise wert. Dort gibt es seit jeher wenige Handyverträge, lange Zeit waren ausschließlich Prepaid-Angebote (Werkarten) verbreitet. So haben Simlocks (also die Bindung eines Handys an einen Betreiber) keine Tradition. Dies gilt auch für iPhones.

Die Geräte kennen keinerlei Einschränkungen. Sie haben keinen Simlock, lassen sich ohne Weiteres aktivieren und durch die internationale Software sind sie in 1-2-3 auf Deutsch betriebsbereit. Vertragsfreie iPhones aus einem EU-Land zu importieren, ist weder verboten, noch verstößt es gegen irgendwelche Regeln von Apple. Es lebe der freie Warenverkehr in der Union!

Nachteil: Es gibt sie nur zum vollen Preis. Aber mit der Nutzung eines Handy-Diskonters hat man den höheren Einkaufspreis über Laufzeit schnell wieder herinnen!

Angeboten wird das iPhone mit Wertkarte in Italien bei TIM und Vodafone. Die Preise belaufen sich für das iPhone 3GS je nach Speicherausstattung auf 619 bzw. 719 Euro. Achtung: Die genannten Preise variieren und auch andere Aussagen können sich über die Zeit ändern!

Wo bekommt man es?

Bei Apple selbst (dove si compra) – etwa in den Apple Stores in Rom und Mailand sowie online im Apple Store (um 549 bzw. 629 Euro). Heimische Kreditkarten werden zwar akzeptiert, die Lieferadresse muss jedoch innerhalb Italiens sein.

In Handyläden, die es in Italiens Innenstädten an fast jeder Ecke gibt. Tim bietet eine eigene Shopsuche an.

(c) aricanduva

Aber dabei ist einiges zu beachten! An sich ist der Kauf von Handys (mit Simkarten) relativ unkompliziert. Manche Händler zieren sich aber manchmal oder verkaufen nur, wenn man eine italienische Steuernummer (Codice Fiscale) nachweisen kann. Diese ist kostenlos und auch für Ausländer problemlos zu bekommen indem man ein Online-Formular ausfüllt und das Ergebnis dann ausdruckt.

Alternativ kann man immer sagen, dass man – etwa wegen eines Studienaufenthalts (Erasmus) – länger in Italien weilt.

Die Simkarte (kostet in der Regel zehn Euro) muss man nicht dazu nehmen, manche Händler bestehen jedoch darauf. Sie sollte man auf jeden Fall aufheben, denn ein paar Euro Startguthaben sind meist schon drauf und in Italien verfällt das Guthaben von Prepaidkarten nicht. Wer seine Karte dauerhaft behalten möchte, muss lediglich einmal im Jahr ein abgehendes Gespräch führen. Auf keinen Fall sollte man sich dazu überreden lassen, einen der zahllosen Zusatzdienste (Smartphone-Paket für 2-3 Euro pro Woche etc.) zu aktivieren.

Wo ist der Haken?

  • Ausverkauft:
    Derzeit lohnt sich der Kauf (eines iPhone 3GS) ohnehin nicht, außerdem ist es gerade fast überall ausverkauft. Das wird wohl auch in den ersten Verkaufswochen im Juli und August der Fall sein. Es lohnt sich vielleicht, sich vorher einen Händler auszusuchen und ein Gerät zu reservieren (wenn er dies überhaupt macht).
  • Gewährleistung:
    Der wohl größte Haken ist, dass Apple nur im Ursprungsland (also in Italien) Gewährleistung anbietet. Dafür braucht man eine Abhol- und Rücksende-Adresse in Italien.
    Update: In den Kommentaren hieß es, dass Apple seit drei Wochen auch eine Garantieabwicklung in Österreich anbietet. Ausländische Adressen und viel anderes Ungemach wären so nicht nötig.
  • Micro-Simkarte:
    In Österreich muss man darauf achten, vom neuen/alten Betreiber eine Micro-Simkarte zu bekommen – normale Sims haben keinen Platz mehr. Meist werden für den Tausch einer bestehenden Karte ein paar Euro verrechnet. Wer erst den Betreiber wechselt, sollte darauf achten, dass er eine Microsim bekommt. Die passt (mit dem Plastikblättchen rundherum) auch in jedes aktuelle Handy.

Die richtigen Einstellungen

Steckt man eine Simkarte von T-Mobile oder Orange ins iPhone, so klappt alles wie am Schnürchen, weil die richtigen Einstellungen erkannt werden. Für andere Betreiber muss man diese Einstellungen manuell eingeben. Im Forum von UMTS-Link gibt’s die nötigen Settings für bobYesssA1 oder Telering. Alternativ hilft auch die Hotline des jeweiligen Betreibers weiter.

Wenn man in ein Wlan eingebucht ist, kann man auch help.benm.at ansurfen, um das Gerät „halbautomatisch“ zu konfigurieren.

Bitte um Korrekturen!

Ich bin kein Italiener und habe auch noch nie ein Handy in Italien gekauft. Ich hab zwar sorgsam recherchiert, dennoch können Fehler vorkommen. Dazu einfach die Kommentare nutzen und ich ändere den Text umgehend. Danke!

Gamechanger FaceTime

Apples iPhone 4 hat zweifelsohne viele tolle Funktionen. Nachzulesen sind sie hier im iPhone 4-Briefing hier auf digirati. Und – anders als beim iPad – ist mir klar: Ich muss eines haben.

Vor gut einer Stunde habe mich mit meinem Kollegen Gerald Reischl vom Kurier (der im Übrigen mehr bloggen sollte) ein wenig austauscht. Und als wir so Argumente ausgetauscht haben, bemerkte ich, dass hinter FaceTime – Apples Weg, die Videotelefonie wieder zu beleben – viel mehr steckt, als ich erst dachte.

Facetime wird auch die Sprachtelefonie verändern und Mobilfunker endgültig zur Bitpipe degradieren.

Sämtlich Mobilfunkbetreiber dieser Welt müssen Montagabend zusammen gezuckt sein, als sie davon gehört haben. Videotelefonie wird die Kommunikation (einiger Nutzer) verändern, aber ihren Wandel Mehrwertanbietern hin zur bloßen Bitpipe dramatisch beschleunigen. FaceTime ist ein echter Gamechanger – in vielerlei Hinsicht.

Videotelefonie in den USA

Freilich stimmt es, dass es in Europa schon seit Jahren Videotelefonie geben könnte. Neben proprietären Standards und mangelhafter Technik waren es vor allem die stark überhöhten Preise, die den Erfolg verhinderten. Um die 50 bis 60 Cent kostet heute eine netzübergreifende Videominute. FaceTime kostet 0 Cent. Wegen dem überaus großen Erfolg, geht (rein subjektiv) die Zahl der Videohandys bereits wieder zurück. Einige Hersteller – wie etwa RIM – bauten das gar nie in ihre Geräte ein.

Ergebnis: In den USA kam Videotelefonie gar nie richtig an. Jetzt, wo die Technik reif zu sein scheint, werden die Amerikaner viel friktionsloser an das Thema heran gehen. In Europa sieht man das Thema bereits als gescheitert an. Aber – ob „zum Glück“ oder nicht – kommt ja alles irgendwann über den großen Teil (zurück) zu uns.

Hier der Apple Werbespot, der die Amerikaner darauf einstimmen soll.

Offene Standards

Weil Kontrollfreaks (gemeint sind Mobilfunkbetreiber) dabei absolut keine Rolle spielen, könnte die Sache ein Erfolg werden. FaceTime ist derzeit auf das iPhone 4 beschränkt (per Jailbreak möglicherweise auch auf ältere Geräte) und ist derzeit ausschließlich im Wlan nutzbar.

Auch wenn Steve Jobs heuer noch „tenth of millions of devices“ damit verkaufen will – der Nutzen bleibt noch eingeschränkt. Noch, denn FaceTime setzt auf offene Standards und nutzt größtenteils bestehende Technologien. Apple will seine „Buchstabensuppe“ (O-Ton Jobs) bei Standards-Gremien einreichen und allen zugänglich machen. Jeder wird darauf aufbauend Dienste und Geräte anbieten können.

Welche Standards spielen da zusammen?

h.264: Videocodec (Ergänzung: durch Patente geschützt)
AAC: Audiocodec (Ergänzung: durch Patente geschützt)
SIP: Session Initiation Protocol, Protokoll für klassische Internet-Telefonie
STUN: Ein Netzwerkprotokoll, mit dem – sehr vereinfacht gesagt – andere Teilnehmer „aufgefunden“ werden können.
TURN: Eine Erweiterung für das NAT-Protokoll. Damit werden Netzwerkadressen in einem Netzwerk verteilt. TURN hilft beim Aufbau der Verbindung.
ICE: Protokoll, das beiden Endpunkten (Teilnehmern) hilft, die Pakete am idealen Weg zueinander zu verschicken.
RTP:  Ein Protokoll zur Übertragung Daten (Voice oder Video in dem Falle) von Echtzeit
SRTP: Wie RTP nur über sicher Leitungen.

Bitte um Nachsicht und Korrektur, ob hier alles richtig ist. Aber das ist nicht das Wichtigste dabei – bei mir hat es bei SIP geklingelt: Das sind alles Protokolle für Internet-Verbindungen. Das sind alles offene Protokolle, die bestimmen, wie Daten von einem Punkt zum anderen über das Internet gelangen können. Über das Internet – egal ob die Verbindung übers Mobilfunknetz erfolgt oder nicht!

Da spielt kein versteckter Server mit irgendwelchen geheimnisvollen Protokollen in Nokia- oder Ericsson-Containern mit. Das könnte jeder Softwareentwickler in Code formen.

Telefon-Revolution

Und wenn man Videotelefonie damit machen kann, könnte man auch ganz einfach das Bewegtbild weglassen und übrig bleibt simple Sprachtelefonie übers Internet (VoIP). Man könnte von A nach B einfach übers Internet telefonieren und der Mobilfunkbetreiber muss zuschauen.

Gut, das kann man schon lange – aber das Geheimnis liegt in der Eleganz und Einfachheit, mit der Apple das demonstrierte. Das klappt ohne vorhergegangene, komplexe Einstellarbeit am Handy. Wer schon einmal den Sip-Client auf einem Nokia-Handy konfiguriert hat (die haben das seit Jahren), weiß, wo von ich rede.

Bitpipe: Alles über IP

Das trojanische Pferd Apple muss den Mobilfunkern gehörig Angst machen. Wäre ich einer, ich würde mich davor fürchten, zur reinen Bitpipe zu verkommen. Bitpipe, Datenspediteur, wie auch immer – in der puren Konnektivität lieft künftig immer weniger Wertschöpfung.

Warum? Die Nummer ist mir ohnehin egal. Wozu brauche ich am Handy bald noch Sprachtelefonie vom Betreiber? Bald wird die Zeit kommen, wo zwei Gigabyte vom Betreiber für alles ausreichen. Und die kosten derzeit in Österreich acht Euro . . .

Was es noch viel schwerwiegender macht: Das alles ist nicht auf Apple beschränkt. Ich wette, dass es heuer noch FaceTime für Android und als Software für Macs, PC und Tablets geben wird!

A Note for Steve Jobs:

Ach ja, Steve – eines noch: Auch Telefon-Sex bekommt mit FaceTime eine ganz neue Qualität

iPhone 4-Briefing [mit Video]

Montagabend wurde das neue iPhone 4 vorgestellt. Bei den reinen Äußerlichkeiten gab es wenige Überraschungen. Das Design ist ganz eindeutig das Gerät, das am Techblog Gizmodo schon im April auftauchte.

Moscone Center, San Francisco, CC Adam Jackson

Was kann das neue iPhone 4?

Zum Vergrößern – einfach klicken!

  • Äußerlichkeiten:
    Es ist 24 Prozent dünner, im Stahlrahmen um das Gerät verbergen sich zwei Antennen (3G und 2G sowie Wlan, Bluetooth und GPS). Dadurch soll der Empfang und wohl auch der Strahlungswert (SAR) besser werden
  • Display:
    Die Auflösung beträgt 960 x 640 Bildpunkte. Das entspricht 326 dpi. Ich kenne kein LCD-Display, das höher  aufgelöst ist. Zum Vergleich: Zeitungen und Magazine werden üblicherweise mit 180 bis 240 dpi gedruckt.
  • Zwei Kameras:
    Die nach hinten gerichtete Kamera (5 Megapixel-Fotos und HD-Video) bekam einen Blitz spendiert. Die zum Nutzer gerichtete Kamera erlaubt Videochats („Facetime“ genannt). Bei vielen Umts-Handys ist das schon Standard – einige Hersteller gingen davon jedoch bereits wieder weg. Vielleicht schafft Apple das ja. Videochats sollen übrigens nur in Wlans funktionieren.

  • Funkmodul:
    7,2 MBit/s HSDPA. Kommt es wieder von Infineon? Wlan nach dem schnellen 802.11n-Standard.
  • Geräuschunterdrückung für bessere Gesprächsqualität beim Telefonieren.
  • Akku: Soll bis zu 40 Prozent längere Laufzeit mit sich bringen.
  • Prozessor:
    Der gleiche, schnelle, hauseigene A4-Chip, der schon im iPad steckt.
  • Farben: weiß und schwarz und es wird bunte Hüllen rund um die Antenne (Stahlrahmen) geben.
  • Sensoren: Bessere Gyroskope, Kompasse etc.
  • Speicher: 16 und 32 GB.
  • Verfügbarkeit:
    24. Juni in den USA und einigen europäischen Ländern (u.a. Deutschland, UK und Frankreich)
    Im Juli kommt es nach Österreich und Italien.
    Wie beim Launch des iPhone 3G wird das 3GS weiter angeboten – allerdings billiger als das iPhone 4.

Das offizielle Video zum iPhone 4

Der erste Werbespot

Auch das iOS4 kommt

iPhone OS bekam gestern auch einen neuen Namen: iOS. Am 21. Juni erscheint die Version 4. Die Modelle iPhone 3G (ohne Multitasking) und iPhone 3GS bekommen dann das Update ebenso kostenlos wie der iPod touch (erstmals, bislang waren dafür rund acht Euro fällig). Besitzer des ersten iPhone und der ersten iPod touches bleiben außen vor.

Der Golden Master soll noch in der Nacht auf Dienstag online gestellt werden und steht dann Entwicklern zur Verfügung.

Die wichtigsten Neuerungen:

  • Multitasking
  • viele neue APIs für Programmierer
  • Ordner für Icons am Homescreen
  • iBooks – die Lese-App am iPad kommt auch aufs iPhone

iPhone: Foto und Österreich-Preise fürs 3GS

Flickr ist eine ganz besondere Website. Nirgends im Web gibt es so viele Hobby-Fotografen, die ihre besten Fotos mit Stolz herzeigen. Umso mehr hat es mich heute überrascht, dass Apples iPhone trotz seiner nur durchschnittlichen Fotoqualität die Nummer zwei auf Flickr ist. Gehört bei MacBreak Weekly-Podcast.

(cc) Opacity

Klar: Apple’s Exif-Daten können in die Irre führen, weil die Kamera-ID vom ersten aufs zweite Modell nicht geändert wurde, aber auch das Kameramodul blieb ident. Und Nummer zwei ist auch erklärungsbedürftig. Nummer zwei als Prozentsatz der Verbreitung unter Benutzern (percentage of users). Hier der Chart über die letzten 365 Tage.

flickr-stats

Abgesehen von der schlechteren Kamera hat das iPhone nicht einmal dieselben Startvoraussetzungen wie Handys von Nokia oder SonyEricsson, die einen Flickr-Upload mit seinen neuen Modellen gleich serienmäßig ausliefern. Am iPhone muss man erst ein Programm dafür installieren.

Schade, dass Facebook keine Auswertungen der Kameramodelle (über die EXIF-Daten) zulässt. Ich bin mir sicher, dass das iPhone nicht nur die Verbreitung unter den Nutzern, sondern auch die Anzahl der Fotos ganz vorne liegt.

Und ich getraue mich wetten, dass das iPhone 3GS der Videoproduktion unterwegs auf Handys einen ordentlichen Stoß geben wird. Kurze Filme nicht nur aufzuzeichnen, sondern auch einfach zu schneiden und auf YouTube zu publizieren, wird ein Killerfeature!

Ich will ein iPhone 3GS! Sofort!

Zwar habe ich bereits ein 3G, aber dennoch bin ich derweil kaum zu bremsen.

  • Bessere Kamera: 3 Megapixel, Autofokus, höhere Lichtempfindlichkeit und Video
  • Kompass: Der Magnetometer wird Anwendungen ermöglichen, wo wieder alle nur schauen (vgl. Wikitude fürs Android).
  • Schneller: Mir kommt meines ein wenig langsamer vor als noch vor 3.0. Absicht? Außerdem kann Tempo nie schaden.
  • Hoffnung: Ich hoffe, das neue Modell bekommt ein neues Baseband. Die Empfangsqualität ist mein größter Kritikpunkt am aktuellen Modell.

Dem gegenüber stehen allerdings die Preise fürs iPhone 3GS.

Ohne Verlängerung teuer

iPhone-Einsteiger haben nicht viel zu befürchten, sie bekommen sowohl bei Orange als auch T-Mobile leistbare Gerätepreise zu erträglichen Monatstarifen.

Eben habe ich erfahren, wie es all jene T-Mobile-Kunden geht, die ihren Vertrag noch nicht verlängern dürfen — wie beispielsweise mir. Ab wann kann man verlängern? Man muss mindestens 18 Monate im Vertrag sein 🙁

iPhone Bestandskunden, die noch nicht für eine Vertragsverlängerung fällig sind, können das iPhone ohne Vertrag für folgende Preise kaufen: iPhone 3G S 16 GB für 539 Euro, iPhone 3G S 32 GB für 639 Euro. Dieses Angebot gilt NUR für Kunden, die bereits ein iPhone haben.

Ob ich’s dennoch will? Im Moment könnte ich sofort los laufen. Zum Glück habe es noch Zeit bis Freitag und kann mir überlegen, ob ich so viel Geld dafür wirklich ausgeben will. Ich denke, die Vernunft wird siegen.

Heiß begehrt

„Der Juni wird ein teures Monat“, sagte mir unlängst ein Freund und meinte damit die WWDC und Apples Vorstellung von neuer Hard- und Software. Nach aktuellem Stand des Wissens der Gerüchte wird mich als Besitzer eines aktuellen iPhones das neue nicht vom Hocker hauen: 3,2 MPixel-Cam mit Video, digitaler Kompass, schneller, mehr Speicher. Das neue OS bekomme ich ohnehin auch fürs Alte, das mir derzeit voll und ganz reicht.

Und was wäre noch zu erwarten? Neue Releases von Aperture, Final Cut oder Logic sind zwar überfällig, aber auch nicht Meins. Snow Leopard, oberflächlich – soweit bislang bekannt – nicht umwerfend, aber ok. Unter der Haube soll sich ja einiges getan haben.

Und für das Sagen umwogene Media-Tablet wäre ich nur empfänglich, wenn es Funk hätte und mit elektronischer Tinte betrieben wäre und iTunes auch Zeitungen verkaufen würde.

Dann wären da noch Macbooks mit eingebautem UMTS-Empfang. Auch da muss ich nicht sofort zuschlagen. Durch das iPhone muss ich immer seltener unterwegs online gehen und die wenigen Male geht das auch mit dem USB-Dongle.

Es wird sicher eine tolle WWDC und die Chance, dass ich meine Kreditkarte wieder schwach wird, ist dennoch hoch – ein ganz persönliches Must-Have erwarte ich dennoch nicht. Warten wir’s ab.

Ich warte auf was anderes …

Und wie es scheint, andere auch. Zumindest in Fotokreisen ist es die heißeste Geschichte seit Jahren: Nikons D400, von der eine Modellpflege eigentlich überfällig ist. Anzeichen für ein baldiges Erscheinen gibt es genug: Die bald zwei Jahre alte D300 ist kaum noch erhältlich und steht nicht einmal auf der Startseite von nikon.at oder .de.

Die Gerüchteküche brodelt seit Monaten. Foto-Blogger und Magazine sprechen schon von der „most anticipated digital SLR in year“ und Nikon Rumors unterlegt dies mit Google Trends:

nikon-d400-trend

Tatsächlich findet man bei Google mit dem Suchbegriff „Nikon D400“ bereits 73.600 Seiten. Unglaublich eigentlich für eine Kamera, die nicht einmal angekündigt ist und von der nichts besteht als ein paar vage Wünsche von Nikon-Fans.

Und die beschäftigen sich zur Zeit – wie auch Apple-Fanboys – mit dem Anfertigen von Fake-Fotos:

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Während andere unkonkret sind, will ich einmal konkret werden. Hier meine (ganz konkreten) Wünsche an die D400:

  • Full HD-Video:
    Selbstverständlich mit 24 Bildern pro Sekunde, Autofokus und einfach wählbarer Belichtung/Blende während dem Dreh. Ach ja: Und auf den Stereoton bzw. einen Mikrostecker nicht vergessen!
  • 16 – 18 Megapixel Auflösung:
    Sony liefert die Bildaufzeichner für Nikon – die Japaner arbeiten bei der Entwicklung mit. Die kommenden Alpha 500/550 könnten den gleichen Chip haben.
  • GPS und Wlan integriert:
    Warum für 200 Euro ein Zubehörteil verkaufen, wenn ein GPS-Chip weniger als einen Euro kostet? Nicht viel mehr kosten Chipsätze für für Funknetze. Einfach einbauen und man schafft eine USP!
  • Bewegbarer LCD-Schirm:
    Das Einstiegsgerät D5000 bekam das unlängst und wieso nicht auch die Große D400? Gerade für kleine Leute wie mich wäre das was 🙂
  • Besserer Support:
    Wünschenswert wäre es, wenn es auch von Nikon (wie bei Canon) Firmware-Updates in höherer Frequenz gäbe. Und Nikon sollte endlich seinen SDK zugänglicher machen. Was ich will: Software am PC/iPhone mit der man die Kamera steuern und fernauslösen kann. Das gibt’s für Canon, nicht aber für Nikon 🙁
  • Günstigeres Glas:
    Gute Original-Linsen von Nikon sind so exorbitant teuer, dass viele zu (auch guten) Alternativen von Tamron & Co. greifen. Hier müssen die Japaner etwas machen, sonst verlieren sie einen wichtigen Teil des Geschäfts!
  • Was noch?
    Schneller? Höhere Farbtiefe als die aktuellen 14 Bit? Besserer Autofokus? Größeres Display? Eure Wünsche in die Kommentare!

Ich hatte unlängst eine D700 in der Hand und durfte damit eine Stunde spielen. Pfoah! Ich wollte sie gar nimmer weggeben. Aber: Nikon-Linsen fürs Vollformat sind noch ein gutes Stück teurer als bei Canon. Fazit: unleistbar.

Aber schauen wir mal, was die D400 bringt. Wenn das Obige alles zu einem vernünftigen Preis kommt, bin ich im Markt! Obwohl: Meine D90 ist immer noch gut genug viel zu gut für meine bescheidenen Fotokünste!

Was kostet mobiles Internet?

Frau geht mit Handy über die Straße (c) Nokia

Hier eine Geschichte aus der heutigen Kleinen Zeitung. Wenn ihr nichts dagegen habt, werde ich öfters eine Geschichte “cross-publishen”. Ok?

Nicht nur am iPhone werden Internet-Dienste am Handy immer interessanter. Auch neue Modelle von Nokia & Co. haben große Bildschirme, schnelle Verbindungen und sind mit kleinen Programmen erweiterbar. Mit ihnen kann man meist nur eine Aufgabe machen, das aber sehr gut – mit der Facebook-Anwendung schaut man, was die Freunde so machen, die Handy-Software kann Fotos und Videos gleich im Internet veröffentlichen oder Mini-Programme erlauben, das Online-Lexikon Wikipedia zu konsultieren. Keine Frage: Das Internet am Handy macht Sinn. Aber was kostet es?

Bei einigen Geräten kommt es gleich mit Sondertarifen – Beispiele hierfür sind etwa das iPhone oder einige Blackberries. Hier sind im Paketpreis meist schon alle Telefon-, SMS- und Internet-Gebühren enthalten. Sie sind allerdings dafür teurer.

Hat man keinen All-Inclusive-Tarif, sollte man vor der Nutzung unbedingt ein Zusatzpaket nehmen, denn ohne kann es teuer werden. Bei A1 kostet ein Megabyte (MB) 6,40 Euro. Ab dem elften MB halbiert sich der Betrag. Zum Vergleich: 50 Megabyte würden so bei der Mobilkom 192 Euro (6,40 Euro je MB, ab dem elften MB “nur noch” 3,2 Euro) kosten, im Zusatzpaket wären es nur fünf Euro. Die Tarife der anderen: Orange verrechnet 1,50 Euro je Megabyte, bei T-Mobile sind es 4,80 Euro.

Manchmal gratis

Löblich: Bei jedem Sprachtarif von „3“ gibt es 100 Megabyte zum Handy-Surfen dazu. Orange spendiert 50 MB jedem jungen Kunden unter 27 Jahren in einem der Young-Tarife. Geschenke gibt es auch bei Telering und T-Mobile: Wer sich für die Pakete entscheidet, bezahlt zwar zwei Monate lang keinen Grundpreis, muss sich aber zwölf Monate für das Paket verpflichten. Beim kleinsten mobilen Breitband von A1 bindet man sich für 24 Monate, wenn man es als Option mitten in der Vertragslaufzeit dazunimmt. Ansonsten gilt in der Regel: Wer sein Handy mitten in der Laufzeit mit einem Internet-Paket aufbessert, kann dieses auch binnen eines Monats wieder los werden.

Apropos Pflicht: Am besten entscheidet man sich gleich bei Vertragsabschluss oder -verlängerung für ein solches Paket. In den meisten Fällen sinkt dadurch der Gerätepreis deutlich.

Richtig dimensioniert

Es gibt Pakete für jeden Geschmack – von ganz klein bis ganz groß. In diesen Preisvergleich gingen nur Tarife mit unter einem Gigabyte ein. Stellt sich die Frage: Wie viel braucht man denn überhaupt?

Grundregel: Wer E-Mails empfangen will, ein wenig surft und das eine oder andere Foto oder Video ins Netz stellt, wird mit 50 bis 100 Megabyte im Monat das Auslangen finden. Besser, man nimmt ein kleineres Paket, als man bezahlt für etwas das man nicht braucht. Gerade am Anfang sollte man ohnehin den Datenverbrauch im Auge haben. Abfragen kann man das im Kundenbereich auf der Website des jeweiligen Anbieters.

Wer drauf kommt, mit der gewählten Datenmenge nicht auszukommen, kann jederzeit auf ein größeres Paket umsteigen. für den Umstieg auf einen kleineren Tarif werden Gebühren fällig.

Ein Spartipp zum Schluss: Wer E-Mail am Handy nutzt, kann auf teure MMS-Nachrichten gänzlich verzichten. Die Qualität der Bilder ist per Mail zudem besser, weil sie vor dem Versand nicht genau so stark zusammen geschnitten und komprimiert werden wie bei SMS der MMS.

Tabelle Preisvergleich mobiles Internet

Websites der Betreiber in Österreich:

Das iPhone nano kommt sicher (noch nicht)

Morgen um 18 Uhr unserer Zeit ist es wieder soweit: Die Keynote zur Macworld Expo geht in San Francisco über die Bühne. Erstmals wird sie aber nicht Steve Jobs halten, sondern Phil Schiller. Jobs, der heute erstmals das Schweigen über seinen Krankheitszustand gebrochen hat, sei einstweilen gute Besserung gewunschen.

Nachdem die „Stevenote“ heuer beim letzten Apple-Auftritt bei der Macworld ausfällt und der Apple-Kronprinz Schiller einen guten Einstand braucht, wird es wohl nicht bei 08/15-Ankündigungen bleiben. Leo vom fscklog hat eine gute Zusammenfassung der letzten Spekulationen:

  • Runderneuerte Mac minis und iMacs sowie das 17″-MacBook Pro im neuen Unibody-Alu-Gehäuse
  • Software: iWork und iLife sind überfällig, vielleicht kommt auch das Cloud-Office von Apple. Wenn man sich Mobile.me mit all seinem Javascript anschaut, könnte das schon sein. Außerdem sollte Snow Leopard (MacOSX 10.6) gezeigt werden.
  • iPhone-Neuheiten: Realistisch ist ein 32-GB-Update, aber das iPhone nano erwarte ich diesmal noch nicht.
  • Unrealistisch aber für möglich halte ich ein Mac-Tablet.

Auch wenn ich nicht glaube, dass jetzt ein zweites, „kleines“ (nicht unbedingt physisch, sondern im Sinne von abgespeckt) iPhone vorgestellt wird, wird es kommen. Irgendwann, das ist nur eine Frage der Zeit!

Warum ein iPhone „nano“?

  • Viele potenzielle Käufer wollen keine hohen Vertragsgebühren bezahlen.
  • Einigen ist das aktuelle Modelle zu groß und schwer
  • Bei manchen spielt Psychologie mit, weil sie schon zu oft gesagt haben, dass sie kein iPhone wollen würden, obwohl das jedoch der Fall ist. Ein neues Modell gäbe ihnen einen Ausrede.
  • Apple bedient mit seinem Handy nur ein einziges Kundensegment. Wäre es auch in anderen Segmenten präsent, würde man höhere Marktanteile erringen und anderen Herstellern das Leben noch schwerer machen
  • Mittlerweile sind die Produktskosten des iPhone 3G laut iSuppli stark gesunken. Im vergangenen Juli betrugen sie nur noch 173 Dollar (111 Euro). Marketing, Vertrieb und Entwicklung sind da freilich nicht eingerechnet. Ein neues Modell wäre durch integriertere Chipsätze oder Weglassen von Features noch günstiger zu fertigen.
  • Der wichtigste Grund: Apple könnte Millionen Stück mehr verkaufen, wenn iPhones so verkauft werden würden wie iPods. Ungebunden für 300 Dollar/Euro wären alle glücklich. Die Anbieter könnten es immer noch bei freiweilliger Vertragsbindung subventionieren.

Wie würde ein iPhone nano aussehen?

  • So nicht!
    Die Mockups, die seit Wochen im Internet kursieren, zeigen ein iPhone, das einfach um ein Drittel bis ein Viertel kleiner ist. Dieses Größenverhältnis ist jedoch unrealistisch, weil die Software-Tasten undrückbar nahe beisammen liegen würden.iphone nano, gefunden bei MacRumors.com, (c) niemand :-)
  • Rein äußerlich wird es die gleiche Formensprache vom iPhone verwenden, vielleicht würde das „kleinere“ Modell ein wenig billiger (aber nicht billig) wirken. Gut möglich aber, dass Apple etwas ganz Neues bringt und etwa das, in den USA beliebte Klapphandy komplett neu definiert.
  • Features: Verzichtbar für eine abgespeckte Variante wäre GPS und HSDPA-Datenfunk. Hauptklientel wären schließlich Kunden, die nicht unbedingt das Schnellste und Beste haben wollen.
  • Speicher: Damit Apple auch Apps und Musik/Videos verkaufen kann, wird es wohl nicht weniger als acht GB geben. Außerdem: Nand-Flash kostet heute eh kaum etwas.

Wann wird es kommen?

  • Auf der WWDC:
    Eine Ankündigung jetzt und der Verkaufsbeginn im Sommer ist unrealistisch. Schon bei der letzten Macworld warteten alle vergeblich auf die 3G-Version, die dann im Juni kam. Relistischerweise wird es wieder auf der Worldwide Developer Conference (WWDC) im Mai/Juni 2009 gezeigt.
  • Partnerschaft mit AT&T:
    Am 29. Juni 2007 war der Verkaufsstart für die erste Version. Die alles entscheindende Partnerschaft von Apple mit AT&T lief ursprünglich über zwei Jahre und hätte im Sommer 2009 auslaufen sollen. Vergangenes Jahr wurde sie aber um ein Jahr bis 2010 verlängert. Ab diesem Zeitpunkt kann Apple seine iPhones verkaufen, wie es will – offen wie iPods.
    Die Verträge sind geheim, nichts drang darüber aus den beiden Häusern. Fraglich ist auch, ob die Exklusiv-Verträge jeweils für ein Modell gelten oder für alle Produkte mit der Bezeichnung iPhone.

Nichts desto trotz: Heuer gibt es eine Modellpflege – ob bei AT&T, T-Mobile oder überall – es wird ein „kleines“ iPhone geben. Vielleicht aber kommt ein neues Super-iPhone und die aktuellen werden als Billig-Modelle weiter abverkauft. Was meint ihr?