Beiträge

Microsoft: Wohin die Reise geht

Gestern und heute häufen sich die Gerüchte, was Microsoft angeht. Die kommenden drei Monate dürften spannend für die Redmonder werden.

  1. Erst gibt es Spekulationen über eine frisch aufgelegte 3,75 Milliarden Dollar-Anleihe.
  2. Dann bestätigt man, dass Windows 7 doch heuer erscheint. Mein Tipp: Es bekommt auch eine komplett neue Oberfläche.
  3. Das Technical Preview von Office 2010 wurde angekündigt. Obwohl Microsoft bisher noch nichts zu den Features gesagt hat, ist doch schon einiges durchgedrungen.
  4. Und Microsoft streut via Twitter selbst Gerüchte um ein mögliches Zune-Phone. Scheinbar, denn der Account ist ein Fake. Dennoch ist ein bisschen was dran!

Doch der Reihe nach.

1. Microsofts Portokasse

ist eigentlich prall gefüllt. Microsofts geht’s finanziell nicht schlecht, man hat ein AAA-Rating und angeblich – wie ich heute einigen Medienberichten entnehme – 30 Milliarden Dollar (22 Milliarden Euro) in Cash am Konto.

Wozu legt man dann eine Anleihe mit einem Volumen von 3,75 Milliarden Dollar auf? Weil man das Geld billig bekommt. So sicher wie Microsoft sind höchstens noch Staatsanleihen. Dementsprechend günstig sind die Zinsen von 4,2 Prozent.

Aber was macht man mit all dem Geld?

  • Aktien zurück kaufen?
    Der Aktienkurs zog zwar heute kurzfristig leicht an, allerdings dümpelt er seit 2001 vor sich hin. Zuletzt sank er gar auf etwas über 15 Dollar. Vielleicht wäre das jetzt kein schlechter Zeitpunkt für ein bisschen Kurspflege
    ms-chart
  • Microsoft kauft SAP: 5% Wahrscheinlichkeit
    Darüber wurde heute schon ausgiebig in den Medien spekuliert. Warum das nicht klappen wird: Microsoft bietet auch Business-Software an und ist ein direkter Konkurrent von SAP. Die EU-Wettbewerbskomission, die Microsoft ohnehin nicht zu mögen scheint, würde einen solchen Deal niemals zulassen. Zudem hat Microsoft heute schon dementiert.
  • Microsoft kauft Yahoo: 15% Wahrscheinlichkeit
    Schön langsam nervt es, ständig dieselben Hochzeitsglocken zu hören. Microsoft hat in den letzten eineinhalb Jahren zu viel in die eigene (immer noch nicht gute) Live-Plattform gepumpt. Dieser Deal macht mit jedem Tag weniger Sinn.
    Selbst am reinen Suchmaschinen-Geschäft von Yahoo sollte Microsoft immer weniger interessiert sein, weil man grad an einem neuen Release der Live-Suche arbeitet. Die neuen Such-Algorithmen (Codename „Kumo“) haben nur noch letzte Tests vor sich. Nutzen kann man sie derzeit nur MS-intern und da auch nur in den USA. Ein Countdown deutet auf einen Launch am 3. Juni hin.
    Auch wenn die Ergebnisse viel besser sein sollen, bleibt die Frage, ob man damit Google paroli bieten kann. Wohl schwer, weil vieles Gewohnheitssache ist.
  • Microsoft kauft Twitter: 70% Wahrscheinlichkeit
    Das macht absolut Sinn und ich hoffe für Microsoft, dass es dazu kommt.
    Warum? Wenn man es richtig angeht, bekommt man einerseits eine lebhafte Community von Tech-Enthusiasten mit einem „netten“ Celebrity-Anstrich. Genau das fehlt Microsofts Live-Division, deren User meist aus Leuten besteht, die kaum Ahnung von Content-Sharing (Foto, Video) haben. Andererseits steckt in der Echtzeit-Suche von Twitter ein gewaltiges Potenzial, das nicht einmal ansatzweise gehoben ist und – in seiner Nische – selbst Google erzittern lässt.
  • Microsoft kauft Rim: 30% Wahrscheinlichkeit
    Genau das würde Microsofts Mobile-Division brauchen: Blackberries als gute Messaging-Produkte für Business-User, leidenschaftliche Kunden und einen bestehenden Markt.

2. Windows 7 mit (noch geheimer) Oberfläche

Ja genau, einer neuen Oberfläche. Einer, die noch keiner gesehen hat! Ursprünglich (auf der PDC 2008) hörte ich, der Termin fürs RTM (Release to Manufacture) für Windows 7 sei am 3. Juni. Bislang hat sich Microsoft nie öffentlich zu einem Fertigstellungstermin geäußert. Bis gestern: Der neue RTM-Termin wäre laut Blogeintrag von Windows-Chef Steven Sinofsky „in drei Monaten“ also spätestens im August.

Interessant: Aus „gewöhnlich gut informierten Microsoft-Kreisen“ habe ich gehört, dass es zwei Sign-Off-Termine für die Entwicklerteams gibt. Einer für die Codebasis von Windows, einer für die User Experience (UX). Daraus kann man nur den einen Schluss ziehen, dass an der Oberfläche noch gearbeitet wird.

Und wenn es schon zwei Sign-Off-Termine gibt, wird da wohl mehr passieren, als das Re-Design von Icons. Die Sache ist doch die: oberflächlich hat sich – sieht man einmal von der neuen und Startleiste ab – nicht allzu viel getan. Und damit man es als Major-Release (was es zweifelsohne auch so schon ist) der breiten Masse verkaufen kann, braucht man Neues.

Windows 7, Aero Peak

Da kommt noch was nach, da bin ich mir sicher!

Zum Launch-Termin: Wenn wirklich erst im August RTM ist, könnten die ersten Computer damit spätestens Ende September ausgeliefert werden. Das ist fast schon zu spät, wenn man bedenkt dass während der „Back-to-School“-Saison die meisten Laptops und Desktops verkauft werden.

Allerdings gibt es für Käufer wie bei jedem Windows-Launch eine Hintertüre: die Technologiegarantie. Wie schon bei XP und Vista wird der Käufer eines aktuellen Betriebssystems den Nachfolger geschenkt bekommen. Ich tippe einmal, dass diese Frist am 1. Juli oder 1. August beginnen wird.

Ach ja: Und auch bei Vista gab es die Möglichkeit, sich eine 180-Tage-Version des fertigen Produkts kostenlos zum Test herunter zu laden. Warum soll es das diesmal nicht geben?

3. Das (Web)Office kommt

Gestern wurde bekannt, dass im Juni der Test von Office 2010 beginnt. Die etwas eigenartige Werbesite dafür -“ www.Office2010TheMovie.com – deutet darauf hin, dass es schon am 1.7. soweit sein könnte.

officemovie

Ich durfte bereits mit einigen Leuten bei Microsoft über Office 2010 reden. Verraten haben sie mir leider nichts bis gar nichts – alle waren aber derselben Meinung: „Es wird ein Wahnsinn“.

Was man bislang über Office 2010 (Codename Office 14) weiß:

  • Es wird erstmals eine Web-Version geben. Auf der PDC wurden die Online-Apps grob vorgestellt. Hier meine Review.
  • Die Online-Zusammenarbeit steht ganz oben auf der Agenda. Jedes Office-Dokument kann übers Netz von zwei oder mehreren Kollegen gemeinsam und zeitgleich bearbeitet werden. Denkbar wäre etwa, dass der eine Kollege schon mit dem Vortrag beginnt, während der andere (egal, wo er auf der Welt sitzt) noch die letzten Powerpoint-Folien bearbeitet.
  • Apropos: Powerpoint. Vor fast zwei Jahren durfte ich mit dem Powerpoint-Chef (übrigens ein Österreicher) in Mountain View ein wenig reden. Als ich meinte, dass Präsentationen mit Apples Keynote viel attraktiver wirkten, meinte der nur: „Das ist uns bewusst und sicher eine Entwicklungsrichtung.“
    Was ich mir auch gut vorstellen kann: Powerpoint geht in dieselbe Richtung, wie Prezi.com geht. Die Basis für diese Richtung wäre pptPlex, eine Zoom-Erweiterung, die es jetzt schon in den OfficeLabs zum Download gibt.
  • OneNote: Auch diese Anwendung bekommt den bekannten Ribbon. Hier steht vor allem die Portabilität der Daten im Vordergrund. OneNote-Notizbücher werden online, in der Anwendung und auf einer Reihe von Handys bearbeitbar.
    Stichwort: Office-Labs: Canvas for OneNote wäre ein Modell, wie OneNote 2010 einem beim Auffinden und Organisieren der Inhalte unterstützen könnte.
  • Outlook: Auch hier zieht der Ribbon ein und macht vieles einfacher. Und auch sonst wird sich an der Oberfläche einiges ändern.(c) Neowin

    (c) Neowin
    Die Screenshots zeigen sehr schön: Überall in Outlook wird es Buttons geben, um ähnliche Inhalte („Related“ – Absender, Betreff etc.) zu finden.

    Zudem packt Microsoft endlich auch Tools in das Programm, die intern gegen den Mail-Wust kämpfen.  „Clean Up“ nennt sich scheinbar der Mail Threat Compressor, der Jahrelang nur für Redmonder zur Verfügung stand. Die Rechtsabteilung soll bisher etwas dagegen gehabt haben, dass Mails oder Teile von Mails der Benutzer gelöscht werden sollen. Damit zieht auch eine Konversations-Übersicht ein, die man schon aus Gmail kennt.

    Hinter dem Button „Ignore“ steckt eine Funktion, die einem vor irrelevanten Diskussion verschont. Mail-Threads zu immer dem gleichen Thema werden so blockiert.

    Screenshots der Mail-Ansicht zeigen, dass man scheinbar an jeden Inhalt nun auch eine Notiz packen kann. Praktisch. Außerdem wird das Aufzeichnen und Versenden von Sprachnachrichten (auch ohne Office Communication Server?) vereinfacht. Und eine Übersetzungsfunktion hilft bei fremdsprachigen Mails weiter.

    Die Funktion „Quick Steps“ hat noch nicht einmal ein Icon. Sie könnte aber ein Shortcut sein, um direkt aus einem Mail heraus einen Termin mit dem Absender zu vereinbaren oder ihn als Kontakt anzulegen.

    (c) Neowin

    MailTips: Außerdem soll Outlook einen warnen, bevor man einen E-Mail-Fauxpas begeht. So wird es aufschreien, wenn man zu große Dateien versendet oder ein Mail an viel zu viele Absender richtet.

    Hier noch mein Wunsch ans Office-Team: Ich will sozialere Kontakte – das heißt, eine tiefe Integration von Facebook, Twitter & Co. Hier noch erste Infos zu Outlook Web Access 2010.

  • Von Office 2010 wird es wie bisher mehrere Versionen geben – jeweils aber (und das ist neu) in 32 und 64 Bit-Varianten.

4. Das Zune-Phone kommt

oder auch nicht … Heute gab es einen Tweet, der von besagter Office 2010-Kampagne ausgehen soll und für breite Aufmerksamkeit (auch in Massenmedien) gesorgt hat:

2009-05-12_1854

Die Meldung lässt den Schluss zu, Microsoft würde in Kürze ein eigenes Handy auf den Markt bringen.

Ein Fake. Auch wenn der Account nicht von einem offiziellen Microsoftie betrieben wird, wette ich, dass etwas in der Luft liegt und es auf der E3-Expo (2. bis 4. Juni) eine Ankündigung gibt. Seit Monaten gibt es entsprechende Gerüchte (Codename: Pink).

Was spricht für ein Microsoft-Handy:

  • Windows Mobile, wird nicht nur wegen seiner eigenen „Qualität“ geprügelt, sondern auch wegen der Hardware der OEMs. HTC & Co. holen sich das Image von Windows Mobile ab und verbauen drum herum billiges Plastik. Im Target-Costing werden dazu noch stets die Kosten für einzelne Komponenten (wie Prozessoren) gering gehalten. Software-Updates gibt’s kaum bis keine. Die Experience für den Kunden ist dann unterm Hund
  • Microsoft könnte somit eine Referenzplattform schaffen, die als Maßstab für alle Handys von Windows Mobile dienen würde.
  • MP3-Player sind derzeit Microsofts komplett eigene Mobil-Plattform. Dass sich der Zune schleppend verkauft, liegt nicht nur an seinem Design, sondern auch an der Tatsache erklären, dass MP3-Player Comodities geworden sind, die heute jeder anbieten kann.
    Zudem wollen immer weniger einen dedizierten MP3-Player kaufen, sondern alles in einem Gerät mit sich mit dabei haben: meist in Form des Handys.
  • Teure Content-Plattform: Für eine schwindende Anzahl von Zune-Käufern hält Microsoft nicht sein Zune-Network am Leben. Der Betrieb und die Lizenzen für so eine Content-Plattform (mit Flatrate für 14,99 Dollar/Monat) kostet enorm viel Geld. Zu viel, für ein paar MP3-Player am Markt.
    Und siehe da – erst gestern startete ein kleiner „Gegenangriff“ auf den iPod und Apples iTunes Music Store:
  • Für Business-Kunden hat man Windows Mobile. Ein Zune-Phone würde auf den – von Microsoft bislang (sieht man von der Xbox ab) kaum erschlossenen – Consumer-Markt abzielen.
  • Hausinternes Knowhow: Microsoft hat im Februar 2008 Danger gekauft – das ist der Hersteller von T-Mobiles Sidekick-Handy.

Doch es gibt auch einiges, das gegen ein eigenes Microsoft-Handy spricht;

  • Die OEMs: Microsoft würde damit den eigenen Kunden Konkurrenz machen. Aber das passiert immer öfter – etwa auch im Bereich des Hostings von Exchange oder Sharepoint.
  • Das iPhone: Man würde immer an dem gemessen. Es wäre fatal, würde „Microsofts iPhone-Killer“ nicht perfekt sein.
  • Der Touchscreen-Zune steht Ante Portas und könnte bereits auf der E3 angekündigt werden. Dem Vernehmen nach soll der Zune HD bereits in Kürze vorgestellt werden. Seit Wochen kursieren CAD-Renderings im Netz. Ich kann nicht ausschließen, dass es sich dabei nicht etwa um eine Fälschung handelt, aber sie sehen für mich sehr realistisch aus.
    Realistischer als ein Microsoft-Handy – zumindest derzeit. Wer weiß, was nächstes Jahr passiert …zune-hd-leak

Ich wünschte, andere Firmen wären ebenso vorhersehbar … Was meint ihr?

Content für den Reader

Im letzten Posting habe ich geschrieben, dass es genügend freien Content für den Sony Reader gibt. In der Tat: Dank Calibre (kostenlos, weil OpenSource) lässt sich jeder RSS-Feed am elektronischen Lesegerät konsumieren.

Idealerweise ist dieser als Full-Text-Feed vorhanden. Ist das der Fall, kann jeder Blog oder jede Nachrichtenwebsite ohne weiteres Zutun importiert und als EPUB auf den Reader geschickt werden.

(Anmerkung an die lieben Medienmenschen! Falls ihr es noch nicht wisst: In Feeds kann man auch Ads schalten! Hier noch einmal der Link zu meinem Plädoyer für Fulltext-Feeds.)

Die Financial Times Deutschland am Reader

Allerdings publiziert die FTD gar keine Fulltext-Feeds (warum auch immer). Und dennoch kann man sie im vollen Text am Reader konsumieren. Wie geht das?

Download-Schemata von Calibre

Oben in der Buttonleiste gibt es die Option „Nachrichten abrufen“.

button-calibre

Einige Hobbyisten haben schon eigene Download-Schemata für hunderte Medien-Websites gebaut, die in regelmäßigen Abstand aktualisiert werden können. Automatisch, easy und gut. Einziger Fehler: Die Inhalte werden nicht drahtlos übertragen. Aber das ist auch schon der einzige Haken.

rss-calibre

Eine detaillierte Beschreibung, wie man diese so genannten Rezepte erstellt, gibt es auf der Website von Calibre. Im Prinzip reicht es aus, ein klein wenig Python zu können.

Die Logik dahinter:

  1. Die Software checkt, ob die Website einen Full-Text-Feed hat. Ist das der Fall, geht die Umwandlung recht einfach und ohne weiteres Zutun.
  2. Gibt es nur einen Teil-Feed (z.B. nur Titel und Artikel-URL), geht Calibre auf die jeweilige Seite und holt sich den Inhalt aufgrund des „Repzepts“.
  3. Im Rezept gibt man an, wo der Inhalt beginnen und wo er aufhören soll. Idealerweise tut die Software das auf der „Seite drucken“-Seite.
  4. Fertig.

Im obigen Beispiel der FTD war das Inserat in der Druckausgabe der Website vorhanden. Glück für die FTD 🙂

Mein letzter Gedanke: Website-Betreiber tun gut daran, selbst Feeds mit vollem Inhalt anzubieten. So können sie steuern, was auf welchem Gerät wie gesehen wird. Andernfalls kommt womöglich wer daher, holt sich die Inhalte ab und der Betreiber hat nichts davon.

E-Books sind die Zukunft

Wer kann sich noch an den ersten iPod erinnern? Er war fett, schaute keineswegs so umwerfend aus, wie aktuelle Modelle, hatte fünf Gigabyte Speicher, eine Firewire-Verbindung und funktionierte nur am Mac. Er war nicht der erste MP3-Player und nur ganz wenige ahnten damals (kurz nach 9/11) an den Erfolg, den Apple damit hatte.

first-ipod1

Wer hat schon einen Sony E-Reader PRS-505 (295 Euro bei Amazon) gesehen? Er ist nicht der erste seiner Art, hat keine Funkverbindung und bietet rein gar nichts von der Haptik eines Buchs. Er kommt ebenfalls mitten in eine Krise hinein und auch jetzt glauben wohl nur die wenigsten, dass er einmal gravierende Veränderungen mitbringt.

Mein Sony E-Reader

Ich hab meine Beziehungen spielen lassen und habe mir einen Tag vor dem eigentlichen Verkaufsstart am letzten Donnerstag einen besorgt. Warum? Weil ich selten so gespannt auf ein Gadget war wie darauf … wissend, dass es erst der Anfang war … wissend, dass es so etwas wie der Ur-iPod war (den ich übrigens nicht hatte).

Was wird er nicht verändern?

Das Bücherlesen: Bücherwürmer, die die Haptik eines Buches oder den Geruch frischen Papiers wird ein E-Reader nie für sich gewinnen können. Muss er auch nicht. Genauso wie heute noch Schallplatten verkauft werden, wird es wohl immer auch gedruckte Bücher geben.

Was wird er verändern?

So ziemlich alles andere, was heute gedruckt daher kommt. Vielleicht nicht in dieser oder in der nächsten Version. Aber für mich ist absehbar, dass das die Zukunft ist.

  • Zeitungen:
    Wer will wetten? In spätestens zwei Jahren, werden Abonnenten solche Geräte geschenkt bekommen – wenn sie dies wollen. Alle anderen, werden kurz darauf horrende Abogebühren bezahlen müssen. Eine Zeitung zu drucken und jeden Tag zu jedem einzelnen Abonnenten nach Hause zu bringen, ist sauteuer. Die Kleine Zeitung kostet im Abo (grobe Schätzung) 200 bis 300 Euro im Jahr. Die digitale Distribution ist nahezu kostenlos. Bei Gerätekosten von 200 Euro rentiert sich das im ersten Jahr!
  • Zeitungswebsites:
    Wo sind die Angebote aus Österreich? Die Online-Ausgaben der Zeit, der Süddeutschen, vom Spiegel oder Heise kann ich bereits am Reader lesen. Wollt ihr euch das entgehen lassen?
  • Buchverlage:
    Wir haben von der Musikindustrie gelernt, dass DRM einerseits die Piraterie nicht verhindert und andererseits nur dem redlichen Kunden behindert. Das DRM, mit dem derzeit Bücher für den Sony Reader verkauft werden, ist ein echter „pain in the ass“ und führt dazu, dass man zwei Programme (Adobe Digital Editions und Sonys E-Library) braucht.
    Der Kauf funktioniert so: Man bezahlt, findet auf der jeweiligen Account-Seite einen Download-Link für einen Token (1,5 kB große Datei), die man dann im Adobe Programm öffnet. Nach der Authorisierung per Adobe-Account erfolgt der Download. Zuvor muss aber noch der Reader authorisiert sein. Ein Horror!
    Das muss sich zum Besseren verändern.
  • Künstler und Journalisten:
    Der eine oder andere könnte damit eine Plattform zum Publizieren finden. Wozu braucht man in diesen Zeiten noch einen Verlag? Die Digitaltechnik und das Web haben eines immer perfekt gekonnt: Den Mittelsmann auszuschalten.
    Wieso soll ich nicht direkt – so ganz ohne Zeitung – ein WebSpezial herausgeben können? Meine Kosten sind weit geringer und ein paar Leute wird es bestimmt geben, die 99 Cent oder 1,99 Euro dafür bezahlen würden!

Geräte wie der Sony Reader werden mehr verändern, als uns jetzt bewusst ist oder vielleicht sogar als uns recht ist. Genau deshalb hab ich mir das gute Stück gekauft. Ich will‘ wissen!

Positives am E-Reader

  • Lesbarkeit:
    Sie ist perfekt, bei jedem Licht und in jeder Umgebung – außer bei Dunkelheit, da sieht man gleich viel wie auf Papier: nichts. Das Lesen kommt dem auf Papier sehr sehr nahe. Ältere Nutzer wird freuen, dass man die Schrift deutlich vergrößern kann.
  • Offenheit:
    Sony setzt auf das quelloffene EPUB-Format. Ich bin weder beim Kauf, noch bei der Benutzung des Geräts an einen Anbieter gebunden. Nativ wird auch noch .txt .pdf und .rtf unterstützt. Zudem kann man jeden (nicht DRM-geschützen) Text für das Gerät umwandeln. Dabei hilft das OpenSource-Programm Calibre. Und wer Klassiker mag: Sony und Google bieten 500.000 Gratis-Bücher an und beim Projekt Gutenberg gibt es 28.000 Werke, deren Copyright ausgelaufen ist.
  • Bedienung:
    Das Gerät fühlt sich gut an, der Kunstledereinband wirkt jedoch ein wenig billig. Die oft kritisierte Dauer des Umblätterns ist gar nicht so lange und man gewöhnt sich schnell daran. Nach ein paar Seiten ist man im gleichen Lesefluss wie auf Papier. Die einfache Bedienung sorgt (subjektiv für mich) schnell für mehr Lesespaß.
  • Aufrüstbar:
    Der Reader akzeptiert SD-Karten und Memory-Sticks. Ich hab mir (für weitere Bücher und MP3s) auch gleich auch die billigste SD-Karte (8 Gig für 17 Euro) gekauft. Aufs Tempo kommt es ohnehin nicht an. Zudem gibt es einiges an Zubehör: Auto- und Reiseladegerät, andere Hüllen und eine Leselampe.

Negatives am E-Reader

  • Der Preis:
    299 Euro sind viel Geld – vor allem, wenn es keinen Mehrwert in Form günstigerer Bücher gibt. Die elektronischen Ausgaben liegen preislich gleich oder unwesentlich unter der Papierausgabe. Zudem
  • Kein Datenfunk:
    So wird das nichts! Der Bucheinkauf ist nicht nur wegen dem verwendeten DRM komplizierter und kundenunfreundlicher als etwa bei Amazons Kindle. Um freie Inhalte raufzuladen, muss man immer am PC online sein.
  • PC only:
    Allerdings nur wegen dem DRM und auch das lässt sich umgehen. Man muss nur einmal seinen Reader auf einem PC mit dem Adobe-Account authorisieren. Dann geht’s am Mac auch. Das Gerät taucht als Datenträger auf und lässt sich via Dateisystem oder Calibre füttern.
  • Eingeschränkte Möglichkeiten:
    Es gibt weder Farben noch komplexe Layouts. Daher ist die Umsetzung von Zeitungsseiten derzeit noch unmöglich. Dabei ist die Kombination von Bild, Layout und Titel genau das, was eine Zeitung ausmacht.
  • Zu viel:
    Auf eine acht Gigabyte-Speicherkarte passen theoretisch 6000 Bücher. Zu viel Auswahl für jemanden wie mich 🙂

Auch wenn hier gleich einige negative Punkte stehen – bis auf den letzten Punkt lässt sich alles schnell ändern. Was aus dem iPod geworden ist, dürfte bekannt sein …

Die Zeit ist auf unserer Seite …

… des Atlantiks.

Seattler Post Intelligencer und Rocky Mountain News waren erst der Anfang. Das Time Magazin berichtet von zehn weiteren überregionalen US-Zeitungen, die heuer entweder aufhören zu existieren oder komplett online gehen. Selbst die große und ehrwürdige New York Times hat ernste finanzielle Probleme. Und zuvor (im Dezember) meldete die Tribune Company (Chicago Tribune, Los Angeles Times und andere) Konkurs an. Die Leserschwund- und Anzeigenkrise trifft alle Medien in den USA. Auch die ganz Großen und Print, wie es scheint, am stärksten.

Wer sich die Meldungen über das Zeitungssterben in den USA ansieht, dem mag das Grauen kommen. Auch wenn sich Verleger und Journalistenverbände redlich bemühen, das Ganze als US-Phänomen herunter zu spielen, kann man ihnen eines versichern: Das Web hat noch alles verändert und macht auch nicht vor Zeitungen halt.

Ich habe unlängst gleich zweimal (einmal mit einem Kollegen in der Firma und bei einem Vortrag im Presseclub) gewettet, dass es in fünf Jahren keine gedruckten Zeitungen mehr gibt. Und wenn, werden diese unerschwinglich sein.

Warum? Dieses dreiminütige Video sollte alles klar machen. Die Tatsachen sind dies- wie jenseits des Atlantiks die gleichen, das Tempo der Umwälzungen allerdings nicht.

Was bedeutet das für Medienhäuser?

Die Zeit ist eben auf unserer Seite des Atlantiks. Noch gibt es Zeit, das Ruder herum zu reißen. Noch ist das Zeitfenster offen, sich um digitale Distribution auf E-Readern zu kümmern und Web-Auftritte zeitgemäßer als bisher zu gestalten. Auch wenn sich die Medienmacher des Landes des Problems bewusst sind, frage ich mich, wo die Investitionen bleiben. Bei keiner großen österreichischen Tageszeitung sehe ich echte Neuerungen bei deren Online-Auftritten.

  • Wo bleiben APIs, wie sie der Guardian oder die New York Times hat?
  • Warum versteht in Österreich scheinbar niemand RSS? Würde es sonst nicht schon längst (werbefinanzierte) Fulltext-Feeds geben?
  • Warum hat keine Nachrichten-Website in Österreich (ATV ausgenommen) social-networking-ähnliche Features?
  • Wo bleiben mehr interaktive Flash-Grafiken? Warum nützt niemand das volle Potenzial des Webs?
  • Warum findet bei keinem großen Medienhaus des Landes eigene Webentwicklung statt? Warum wird alles ausgelagert? Sind nicht Software-Entwickler die Drucktürme der digitalen Zeit und werden immer mehr zum Kernkapital einer Content-Company? Ist die Online-Verbreitung von Inhalten nicht Kernkompetenz eines jeden Medienhauses? Wenn die Großen ihre Druckereien nicht auslagern, warum tun sie es bei den Entwicklern?
  • Es bedarf auch einer Auseinandersetzung mit neuen Quellen und alternativem Urheberschutz. Gerade die Tageszeitung von heute ist morgen schon alt und könnte ohne Probleme fürs Geschäftsmodell (mit Ausnahme der Fremdinhalte von Fotografen und Agenturen) unter Creative Commons (CC) veröffentlicht werden. Mehr Interesse für CC würde auch neue andere Möglichkeiten fürs Marketing bedeuten.
  • Die Mentalität des Wegsperrens von Inhalten muss gebrochen werden: Wer seine Videos nur auf der eigenen Seite veröffentlicht, darf nicht erwarten, dass diese dort gefunden werden, wo sich echte Nutzer aufhalten – in diesem Falle auf YouTube.

Gibt es einen Grund, dass es das alles nicht gibt? Ja. Geld.
Weil Verlage nicht adäquat in Relaunches investieren, liegen Potenziale brach. Und alte Geschäftsmodelle (Zeitungsinserate sind immer noch um Welten mehr Wert als Online-Werbung) werden so lange wie möglich am Leben erhalten. Man darf hoffen, dass es irgendwann nicht zu spät ist.

Was bedeutet das für Journalisten?

Newsroom der Washington Post, (cc) Burnt Pixel

Die Krise sollten viele zum Anlass nehmen, sich mit den neuen Medienrealitäten auseinander zu setzen. Wer stehen bleibt und jetzt nicht erste Gehversuche im Web 2.0 unternimmt, hat eine Garantie: die, dass man unsicheren Zeiten entgegen steuert.

  • Es brauch neuer Zugänge zu Geschichten. Wenn der Leser tags zuvor bereits die Nachrichten erfahren hat, braucht er keine Wiederkäuer am Morgen. Der Journalist von morgen heute muss vielmehr lernen, dem Leser die Welt besser zu erklären. Analytisches Denken und hintergründiges Wissen sind wichtiger denn je.
  • Neue Recherche-Techniken: Die Gefahr des Medien-Einheitsbreis wird mit jedem gekürzten Arbeitsplatz größer. Verleger sind aus Kostengründen bestrebt, Agentur-Inhalte zu bevorzugen. Ergebnis: Zeitungen werden einander immer ähnlicher, sie werden austauschbarer.
    Wer jedoch in der Lage ist, besser die immer größere Informationsflut zu filtern, hat gewonnen. Ebenfalls vorne ist derjenige, der abseits von APA & Co. recherchiert und sich Social Media zu eigen macht. Welcher Journalist ist schon gewohnt, Blogs als Ausgangsmaterial herzunehmen? Welcher heimische Journalist sucht Fotos auf Flickr oder bedient die Online-Redation mit Videos von YouTube? Wer stellt schon Fragen an seine Leser via Twitter? Wenige. Sehr wenige!
    Daten stehen zu fast jedem Gebiet zuhauf per Mausklick zur Verfügung. Statistik-Kenntnisse und das Wissen um Visualisierung wird immer wichtiger. Auch das sind Fähigkeiten, die sich viele der schreibenden Zunft erst aneignen müssen. Viele scheitern sogar an einer nur leicht komplexeren Google-Suche.
  • Erste Gehversuche im Web 2.0 sind dringend geboten!
    Es ist einfach, sich zurück zu lehnen, seine Geschichten wie bisher zu machen und sich auf den „automatischen“ Vertrieb zu verlassen. Kaum ein Journalist hat Ahnung davon, wie man selbst Reichweite gewinnt. Sich ins gemachte Nest zu setzen, wird nicht mehr reichen. Auch die Frage wie man mit Hilfe von Social Networks oder Microblogging einen „Hebel“ für seine Inhalte generieren kann, sollte interessieren.
  • Umgang mit Feedback lernen: Wer heute in einer Redaktion schreibt, bekommt kaum Feedback. Im Web ist das anders – der Umgang mit „digtalen Leserbriefen“ in Form von Kommentaren will jedoch gelernt sein.
    Journalismus wird es immer geben – auch im Web. Aber schlechter Journalismus wird gerade durch das Web viel schneller offen gelegt.

Da draußen gibt es neue Medienrealitäten. Bis dato wurden alleine in den USA heuer 6237 Journalisten gekündigt. Wer das nicht macht, endet vielleicht in auf einer Karte wie dieser, nur dass die dann europäische Kündigungen enthält.

papercuts

Was bedeutet das für den Leser?

Der Medienkonsument ist Hauptprofiteur, weil ihm mehr Information und Unterhaltung geboten wird denn je. Durch Social Media erhält er zudem auch ein weit größeres Meinungsspektrum … auch wenn es immer weniger Zeitungen gibt.

Allerdings muss er auch kritischer werden und häufiger hinterfragen. Je prekärer die Lage des einen oder anderen Medienhauses ist, umso eher die Wahrscheinlichkeit, dass die eine oder andere Information keine Information ist. Die Vermischung von bezahlten und redaktionellen Inhalten wird zunehmend schlimmer. Auch bei Qualitätsmedien. Die Krise verschlimmert das noch.

Und für werbetreibende Unternehmen?

Zunehmend wird es für sie schwieriger, zu ihren Zielgruppen durchzukommen. Die ganz Jungen lassen sich über Tageszeitungen sowieso nicht mehr und zunehmend schwieriger auch durch TV und Radio erreichen. Das Problem dabei: Selbst Werbeagenturen sind ihrer Zeit hinterher und wissen oft nicht, mit neuen Gegebenheiten umzugehen.

Die Hilflosigkeit macht nicht vor „Brouhahas“ in Social Networks oder mit Medien wie Blogs oder Podcasts halt. Da hilft auch nur eines: dazu lernen. Die Krise nutzen, um Qualifikationen aufzubauen.

Vor diesem Hintergrund profitiert auch Social Media, wie eMarketer unlängst erhob. Vielleicht gibt es ja einmal ein echtes Geschäftsmodell für Blogs & Co. Das würde den Wandel in der Medienbranche allerdings nur noch weiter beschleunigen …

102366

Die wohl erfolgreichste Website

Würden Sie auf dieser Seite werben? Die Antwort ist einfach: Derzeit wohl nicht – es gibt ohnehin kein Platzerl mehr.

2website

Warum dies gerade jetzt so viele Politiker machen, hat einen Grund: Es muss die erfolgreichste Website aller Zeiten und des Universums sein. Auf www.blitzlicht.at befinden sich laut eigenen Angaben 482.060 Partyfotos von verschiedensten Events in Kärnten. Warum diese Seite so erfolgreich ist? Partyfotos mag ein jeder und geklickt wird rund um die Uhr.

Die Zahlen sind aber imposant. Alleine im Februar hatte die Site bis dato (25.2.) laut dem Zähler auf der Site 973.964  Besucher. Stimmt: Besucher, nicht Besuche oder Seitenaufrufe. Besucher! Ungläubig, wie ich bin, habe ich mir gemeinsam mit Gerald Bäck die Besucherzahlen einmal näher und über einen längeren Zeitraum angeschaut. Ich habe darauf hin meine Beobachtungen in Excel analysiert. Hier das Diagramm der neue Unique Visitors pro Stunde.

2website

Interessant ist:

  • Selbst in der Nacht gibt es noch immer einen stündlichen Zuwachs von zumindest 1000 Besuchern.
  • Der Wochentag macht keinen Unterschied – eigentlich untypisch für Partyfoto-Sites, die typischerweise ihren Peak am oder kurz nach den Wochenenden haben.
  • 973.964  Besucher sind beachtlich für eine Website, die fast ausschießlich Kärntner Inhalte hat. Und Kärnten hat eine Bevölkerung von aktuell 561.075 Einwohnern. Freilich: im Internet kann jeder von überall auf jede Website zugreifen kann! Bei der Erstellung des Inhalts und der Suchmaschinenoptimierung kann man sich hier etwas abschauen!
  • Außerdem beweist die Site, wie extrem ungenau Alexa ist. Mein Blog hat nämlich deutlich bessere Werte.

Die Seite hängt schon jetzt (drei Tage vor Monatsende) sogar einige der zugkräftigsten Websites Österreichs ab. Einige Beispiele gefällig? Die jeweiligen Zahlen anderer Websites stammen aus der Österreichischen Werbeanalyse (ÖWA), Jänner 2009.

chart2

Eingangs hatte ich gemeint, ich verstünde all jene die hier werben. Würde ich wo Ads schalten, ich würde das dann doch lieber bei einer Site machen, deren Daten ich vertrauen kann. Nicht, dass man Blitzlicht unseriös halte oder denen nicht trauen würde …  aber dennoch halte ich Angebote, die sich der ÖWA-Kontrolle unterwerfen seriöser.

Zeitungen bei iTunes

paper

So eine Zeitung hat schon etwas: Man blättert durch sie hindurch und – für mich das Wichtigste – man erlebt dabe viele kleine Zufälle. Serendipity nennt man das im Englischen, wenn man auf etwas stößt, das man vielleicht nicht erwarten würde. Die Inhalte wurden von – manchmal mehr, manchmal weniger – kompetenten Journalisten aufbereitet, in die Zeitung als Marke baut man Vertrauen auf.

Eine Zeitung bietet das, was ich in meiner Google-Reader-Echokammer nicht oder nur mehr ganz mehr erlebe. So eine Zeitung ist für mich, bildschirmgewohnten Leser, aber ziemlich unpraktisch. Ich bin auf jeweils eine Ausgabe beschränkt, habe kein Archiv, kann nicht suchen und finde keine „Mehrwert-Inhalte“ wie Links, Videos etc.

Wie ich denken vermutlich auch viele andere junge (Nicht-)Leser. Unter 30 gibt es kaum Abonnenten und darüber kann man die Auflagen anhand der Sterbetafeln von Lebensversicherungen vorhersagen. 

Eine Zeitung ist unwirtschaftlich. Viel Geld wird für Druck und Distribution aufgewendet. Diese Aufwendungen werden trotz bescheidener Bezahlung der Kolporteure immer mehr und nicht weniger. Der ökologische Fußabdruck dieses Mediums ist nicht ohne. Die aktuelle Banken- und Wirtschaftskrise beschleunigt den Niedergang noch. In schlechten Zeiten gehen Anzeigen dorthin, wo ist billiger ist und man den Erfolg leichter messen kann: ins Web.

Erst heute wurde gemeldet, dass der San Francisco Chronicle vor dem Aus steht. Zuvor erwischte es die LA Times und auch der NY Times geht es gar nicht gut. Auch bei uns kommt früher oder später das Zeitungssterben!

E-Paper ist die Lösung

Geht es nach mir, sollten sich Verleger auch hierzulande möglichst schnell neue Plattformen suchen. E-Reader sind da ein Weg, der sogar noch ein Geschäftsmodell verspricht. Und der Durchbruch wird schneller kommen, als viele denken und ihre Lesbarkeit ist zumindest so gut wie jene von Papier.

kindl2

Amazons Kindle wurde zwar unlängst in einer neuen Version vorgestellt. Das Facelifting ist nett und auch sonst ist das Gerät viel versprechend. Allerdings ist noch unklar, ob und wann er zu uns kommt.

Hätte der Kindle 2 ein eingebautes Wlan-Modul und würde nicht ausschließlich im EVDO-Netz funken – ich hätte mir schon einen besorgt! Was mich auch noch ein wenig abschreckt: Er ist allzu verschlossen und man bindet sich alleine an Amazon.

In einer Rezession, die die Verlage entweder schon spüren oder hierzulande nach der Landtagswahl voll treffen wird, muss man investieren. Seit Jahren habe ich keine echte Innovation in dem Geschäft gesehen. Eine dringend nötige Anpassung an den geänderten Medienkonsum der Leser hat bislang nicht stattgefunden. Zeitungs-Websites sind für mich kein nachhaltiges Geschäftsmodell:

  • Online-Anzeigen nerven einerseits schrecklich und machen das Lesen oft unmöglich (wie gerade eben der XXL-Lutz auf der Kleinen Zeitung).
  • Andererseits betragen die Preise nur einen Bruchteil dessen, was auf Papier bezahlt wird.
  • Und drittens fällt häufig jede Unterscheidung zur Konkurrenz, weil allzu oft nur Agenturinhalte reingekübelt werden.

Für eine (anzeigenfreie) elektronische Version einer Zeitung würden viele bezahlen wollen, die jetzt kein Leser sind. In den USA verkauft Amazon Monatsabos für 31 Tageszeitungen um durchschnittlich 9,90 Dollar. Selbst wenn man die Provision für Amazon (gerüchteweise 20-30 Prozent) wegrechnet, bleibt in jedem Fall ein positiver Deckungsbeitrag – schließlich gibt es weder hohe Druck- noch Distributionskosten. Zudem entfallen logistische Barrieren. Ein Abonnent könnte dann auch in den USA sitzen und hätte seine „druckfrische“ Ausgabe von zu Hause täglich am Tisch/E-Reader.

Ich hab unlängst mit einem Freund um eine Kiste guten Rotwein gewettet, dass es in zehn Jahren keine gedruckten Zeitungen mehr gibt. Wer wettet mit?

Fazit: Es gibt KEINEN Grund, nicht in E-Paper zu investieren. Die Frage ist nur, welche Plattformen kommen und welche Standards sich durchsetzen werden. Die Frage ist, ob Amazon rechtzeitig hier ist, ob Sonys Reader breiter unterstützt wird oder ob Apple den Markt betritt.

iTunes für Leseratten

Ich glaube ja nach wie vor, dass Apple ein Tablet mit ähnlicher Funktionalität bringt und das dann eher nach Europa kommt. Hier die Photoshop-Version eines (mir unbekannten) Fanboys:

ipad-touch-cover

  • Es geht: Wieso sollte man im iTunes-Store keine Text-Inhalte kaufen können? Der Einkauf von Inhalten darin ist sehr einfach, die zu bezahlenden Beträge so gering, dass man oft nicht extra nachdenkt. Niemand hat in Zeiten ungehemmter Nutzung von Kazaa, Napster & Co. daran geglaubt, dass der Online-Vertrieb ein Geschäft ist. Apple hat das Gegenteil bewiesen: Wenn man es den Leuten einfach macht, bezahlen sie sogar für Inhalte, die es sonst wo gratis gibt.
  • Apple hat eine große Verbreitung, deren Geräte werden gekauft, weil sie den Lifestyle der Nutzer treffen.
  • Apple bastelt angeblich schon seit längerem an einem Tablet.
  • Fürs iPhone wurden viele E-Book-Programme verkauft – die Leute wollen am Bildschirm lesen.
  • Steve Jobs meinte zwar wiederholt, dass die Leute eh nicht mehr lesen würden und das kein Geschäft sei. Allerdings hat er dies auch mehrmals über Videos am iPod und ein Apple-Handy gesagt, oder?

Interessant wäre die Zukunft auf jeden Fall. Womöglich gäbe es dann auch ein attraktiveres Geschäftsmodell für mehr, ganz kleine oder wirklich unabhängige Zeitungen. Die Eintrittsbarriere wäre viel geringer, weil das digitale Zeitalter die Fixkosten (Distribution und Druckereien) zusammen streicht. Auch wenn das den großen Verlagen sicher nicht gefällt – überleben werden die flexiblen und jene, die bereit sind zu investieren …

Kosten einer Explosion: 100.000 Euro

Wie bringt man Netzwerk-Effekte zustande? Wie bringt man Millionen Freiwillige dazu, ihre Zeit für ein Projekt zu opfern?

  • Jeder muss den Sinn hinter seiner Arbeit erkennen.
  • Es muss einen großen Nutzen für die Allgemeinheit geben und
  • man muss helfen können!

Letzter Punkt ist das größte Problem von OpenStreetMap (OSM). Gestern habe ich noch mit Werner über das letzte Posting (bald ganz Österreich auf OSM) gesprochen. Alles drehte sich um den Punkt, wie grottenschlecht, die OSM-Tools (Josm & Co.) sind.

Schlecht, nicht im Sinne von zu wenigen Features, sondern vom User Interface. Josm muss von einem Technik-verliebten Informatiker geschrieben worden sein, der sich keinen Deut um die späteren Anwender scherte.

Aber ist das nicht das Problem von OpenSource im Allgemeinen? Die Tools sind zwar gut, haben aber (allesamt mit wenigen Ausnahmen) eine schlechte Bedienerführung. Man müsse sich vorstellen, welche Explosion an Inhalten es gäbe, wären die Werkzeuge für deren Erstellung einfach und gut.

Wer spendet 100.000 Euro?

Die OpenStreetMap braucht zunächst einmal nicht mehr Content, sondern einen Gönner wie ihn Ubuntu mit Mark Shuttleworth bereits hat! Ich schätze einmal, dass man mit 100.000 Euro einen guten OSM-Editier-Client bauen könnte. Ein Client, der so einfach zu bedienen ist, wie ein normales Windows- oder Mac-Programm. Wie viel mehr Nutzer würden dann den Hausnummern, Postkästen, Tankstellen, Pubs (mit Metadaten) eintragen?

Ich bin kein Typ, der OSM-Maps erstellen könnte. Aber ich bin der Typ der viele Inhalte aus meiner Umgebung beitragen könnte – wenn’s einfach wäre. Es kann ja auch zwei, rollenbasierte Editoren-Modi geben: Einen für die Hardcore-Mapper und einen für Dummies wie mich.

Und weil wir gerade dabei sind: Ich bin mir auch sicher, dass es Zehntausende Nutzer gibt, die mit der Syntax vom Mediawiki nicht klar kommen. Wie könnte man so nicht auch etwa die Wikipedia fördern? Mit einem WYSIWYG-Editor? Und der kann ja wirklich nicht viel kosten …

Ganz Österreich bei OpenStreetMap

Ich hab’s ganz übersehen. Dann hat mir Günther Hölzl, ein Bekannter und OpenStreetMapper, ein Mail zu einem Futurezone-Posting geschickt: Bald ganz Österreich auf OpenStreetMap. Zu schön, um wahr zu sein? Nein, bald ist es soweit!

Warum soll das nun so schnell gehen? Der Compass-Verlag machte der OpenStreetMap (OSM, Wikipedia-Erklärung) ein Geschenk. Seine Karten (siehe auch www.plan.at) dürfen ins System übernommen werden und dienen somit als Rohmaterial fürs Bearbeiten. Das geht viel schneller, als ganz Österreich per GPS nachzuzeichnen. DANKE, Compass!!!!

Aber wie kommt ein Verlag dazu, so ein Geschenk zu machen? Laut BodenseePeter wolle man nicht länger die Last der Aktualisierung der Karten tragen. Man crowdsourced diese Aufgabe, wie es auf neudeutsch heißt.

Es ist nicht das erste Mal, dass OSM – aus ähnlichen Motiven – Kartenmaterial geschenkt bekommt:

  • Im Juli 2007 übertrug die Firma Automotive Navigation Data (AND) seinen ganzen Kartenbestand der Niederlande dem Projekt.
  • Ebenfalls 2007 bekam man die so genannten Tiger-Daten (Topological Integrated Geographic Encoding and Referencing) von der US-Regierung übertragen, die seither nach und nach OpenStreetMap integriert wurden.
  • [Update:] Im Dezember 2008 begann man mit der Integration von Luftbildern aus Oberbayern, der der Freistaat zur Verfügung gestellt hat. (via Andreas)

Bringen wird das vor allem im ländlichen Raum eine Menge. Hier etwa die Karte von Bad Kleinkirchheim auf Plan.at:

Beispiel: Bad Kleinkirchheim bei Compass

Und unten zum Vergleich die OSM von Bad Kleinkirchheim.

OSM - Bad Kleinkirchheim

Eines ist offensichtlich: Wenn man die Liebe zum Detail und die Genauigkeit der vielen Freiwilligen bei OSM mit den Straßen von Compass kombiniert, könnte Großartiges rauskommen!

Keine einfache Datenübernahme

Ganz einfach wird die Übernahme der Compass-Daten allerdings nicht. Größtenteils sind sie schon im System, Kärnten etwa ist laut dem Hölzl schon voll übernommen. Bis die Diskrepanzen und Ungenauigkeiten aber korrigiert sind, wird es noch einige Zeit dauern.

Der nachfolgende Screenshot vom Klagenfurter Lendkanal macht es deutlich: Alle Straßen sind derzeit doppelt erfasst. Jetzt wird sich an vielen Stellen zeigen, wer bisher genauer gearbeitet hat – die Streetmapper oder kommerzielle Verlage. Aber Nachzeichnen und Kontrollieren dürfte immer noch weniger Arbeit bedeuten, als alles von Grund auf neu zu machen.

Klick zum Vergrößern, Screenshot von Günther Hölzl

Bessere Karten als je zuvor

Erst vor einer Woche wurde bekannt, dass Wien mit seinen 7000 Straßen bereits in OSM vollständig erfasst ist.

Wien bei OpenStreetmap

Für die OpenStreetmapper in Wien beginnt nun ein neues Kapitel: Sie werden wohl noch eine Reihe von Inhalten hinzufügen und so die Karte noch „reicher“ machen. Postkästen, Bankomaten, Pubs, Restaurants, Hotels, Kindergärten und viele weitere Ortsinformationen werden dafür sorgen, dass OSM nicht nur zum Herausforderer für Navteq (gehört zu Nokia), Teleatlas & Co. wird.

Wieder einmal dreht das Internet ein altes Geschäftsmodell auf den Kopf. Wer künftig Karten jeder Art herstellen will, wird sich mit OSM auseinander setzen müssen. Wer dazu besser in der Lage ist und das Material cleverer nützt, macht künftig das Geschäft.

Dazu sind dann Web-Startups wie Toursprung, irgendwann auch Internet-Firmen wie Google oder Yahoo und nicht zuletzt vielleicht auch der Compass-Verlag eher in der Lage als der Verlag Ed. Hoelzl Wien (wer erinnert sich noch an die Schulatlanten?), Freytag & Berndt oder und andere.

maps

Geschäftsmodelle und die Wertschöpfung verändern sich: Es geht weg vom Content, hin zur innovativeren und besseren Aufbereitung desselben. Ich bin gespannt, ob da von den Alteingesessenen wer mitkommt.

Was mich in diesem Zusammenhang ärgert?

Wir Steuerzahler finanzieren GIS-Abteilungen in allen Bundesländern und Städten. Die haben exakte und detailreiche Karten – wahre Schätze, die man OSM schenken müsste. Aber nein: Die sitzen auf ihren Karten und geben rein gar nichts davon her. Ganz wenige Ausnahmen bestätigen die Regel. Nutzen werden sie OSM früher oder später aber sehrwohl!

Kärnten Atlas

Warum verschenken Politiker ständig nur Steuergeld zum Wählerfang und warum spendieren sie nicht endlich einmal etwas Sinnvolles der Allgemeinheit? Bezahlt wurde es ja schließlich von uns allen.

Gibt es dafür eine Begründung? Müssten nicht alle GIS-Abteilungen mit ihren Karten rausrücken bzw. diese unter eine offene Lizenz stellen? Was meint ihr?

Microsoft versteht das Marketing (nicht)

Ohne Virenscanner sollte man mit keiner Windows-Kiste ins Netz! Doch gingen mir die aus Performance-Gründen immer wieder auf den Geist. Daher entschied ich mich vor zwei Jahren für OneCare. Ich dachte mir: Wenn Microsoft so etwas bauen würde, wäre das Thema Geschwindigkeit wohl kein Thema.

Ich schlug alle Warnungen in den Wind (schlechte Scan-Engine, nie nur einem Hersteller trauen etc.) und kaufte mir OneCare. Seit Jahren hatte ich kein Virenproblem, eine Firewall ist im Router, Exchange mit Forefront Security fängt Malware & Spam zuverlässig ab und ich bin sorgfältig worauf ich klicke. Also sollte ein minimaler Schutz ausreichen.

Abonnieren leicht gemacht!
Download
zum Ausprobieren, der Preis (19,90 Euro für drei PCs im Jahr) war akzeptabel. Also klickte ich, gab die Live-ID und die Kreditkartennummer ein und fertig!

oc-anmeldung

Abbestellen schwer gemacht!
Anders als das Bestellen, ist das Abbestellen eine Prozedur. Bei Microsoft dürfte man sich gedacht haben: “Wenn wir es den Kunden schwerer machen, den Dienst abzubestellen, werden das wohl weniger machen.

  1. Auf die OneCare-Seite gehen.
  2. Ewig nach Abbestell-Knopf suchen und nicht finden. Erst die Hilfe verrät die nötigen Schritte.
  3. Die Suche verrät den Web: zig Daten (Microsoft-Verrechnungskonto, Telefonnummer, Live-ID und die letzten vier Ziffern der Kreditkarte) bereit halten, anrufen und mit irgendwem verhandeln, der des Deutschen kaum mächtig ist.

Da drängen sich für mich fünf Fragen an Microsofts Marketing-Menschen auf:

  1. Warum macht man es dem Kunden so schwer? Hat man Angst, es könnten zu viele kündigen, wenn es einfach gehen würde? Hat man so wenig Vertrauen in das Produkt?
  2. Wieso kann man so etwas nicht auch online abbilden? Wenn ich ein Rechtsgeschäft im Web eingehe, werde ich es wohl auch im Web beenden können!
  3. Wieso kann man den Kunden nicht die Möglichkeit bieten, auch am Wochenende zu kündigen? Unter der Woche arbeiten die Leute doch tagsüber.
  4. Wieso musste ich so lange nach der Telefonnummer (in Österreich 01-50 222 22-55) suchen?
  5. Wieso prangert heute auf der deutschen OneCare-Startseite (siehe Screenshot oben) noch immer ein Angebot, das bereits seit zwei Wochen obsolet ist?

Ich bin als zahlender Kunde weg. Jetzt hab ich was anderes, das auch noch besser ist sein soll.

Xing: Und Tschüss!

Wer mich auf Xing sucht, wird künftig nichts finden. Ich habe eben meine Mitgliedschaft beim „weltweiten professionellen Netzwerk“ gekündigt. Warum? Weil es für mich das nutzloseste und nervenste Angebot im Netz ist. Und Angebote kann man ja auch ablehnen.

Wer mich weiter erreichen will, braucht nur Google fragen und findet meine Kontaktdaten. Wer dazu zu faul ist, interessiert mich eh nicht. Außerdem gibt es mich noch auf Facebook, Flickr, Twitter, del.icio.us, FriendFeed und was weiß ich wo noch überall.

Warum Xing für mich schlimm ist:

  • Premium-Dienste:
    Ich bin nicht bereit, für normalste Basis-Funktionalitäten (Suchen, Nachrichten, Wer hat Profil besucht?) rund 60 Euro im Jahr zu bezahlen. Das Schlimme: man wird zur Bezahlung auch noch genötigt. Weil irgendwelche Menschen auf die Idee kommen, dass man den eigenen Kontakten keine E-Mail-Adresse freigeben sollte. Oder ist das gar per Default ausgeschalten?xing-premium1
  • Nerven:
    Aber vielleicht ist es eh gut, wenn man für Nachrichten bezahlen muss – so überlegt es sich vielleicht der eine oder andere Nutzer zweimal. Man wird hier ohnehin schon genug zugespammt. Etwa für Events.
  • Events:
    Ich bekomme ständig Einladungen zu Events und habe auch schon welche verschickt. You know what? Die bringen rein gar nichts. Ich kann mich nicht erinnern, dass jemand wegen einer Xing-Einladung zu einem Webmontag oder einem BarCamp gekommen wäre. Bei einem Xing-Meeting ist das natürlich was anderes, dorthin geht aber eh nur derjenige, der Xing liebt.
    Zudem ist nirgendwo die Rate derer, die zusagen und nicht kommen höher als bei Xing.xing-events
  • Mangelnde Offenheit:
    Es gibt wohl kaum ein verschlosseneres Social Network. Das Nordkorea der Netzwerke bräuchte dringend APIs und Anwendungen wie auf Facebook.
  • Die Usability Ist für mich schwer verbesserbar. Dass gerade die Kontaktlisten so aussehen, wie sie aussehen, zeigt, dass sich hier schon lange keiner mehr Gedanken gemacht hat.
  • iPhone-Applikation:
    Es gibt zwar eine, aber die sorgt höchstens für Schwindelanfälle: So schnell kann man gar nicht schauen, ist man schon von der App im Browser und retour.
  • Messaging:
    Wenn man eine Nachricht („Powering Relations“) bekommt, wird einem diese (abschaltbar) auch als E-Mail weiter geleitet. Allerdings ohne den eigentlichen Text – wer darauf gekommen ist, ist ein echtes Hirni! Hier werden PageImpressions zulasten der Usability generiert.

Xing sei, wie zwei Freunde von mir einmal gesagt haben, der Tummelplatz fürs mittlere Management und die PR-Schiene für alle, die irgendwas anzubieten hätten, für das sich sonst niemand interessiert. Eine arge Verallgemeinerung, aber ein Funken Wahrheit ist da dran. Xing is useless!