Wie man auf Terror reagieren kann

Binnen eines Jahres gab es zwei entsetzliche und offenbar terroristisch motivierte Taten, die Europa in den Bann zogen. Am 22. Juli 2011 tötete der als bekennende Rechtsextreme Anders Behring Breivik in Oslo und auf der Insel Utøya insgesamt 77 Menschen. Am 11., 15. und 19. März 2012 tötete Mohamed Merah, ein mutmaßliches Mitglied von al-Qaida, mehrere Menschen in und um das französische Toulouse.

Die Reaktion der beiden Regierungschefs könnte unterschiedlicher gar nicht sein.

Nikolas Sarkozy, 22. März 2012Jens Stoltenberg, 24. Juli 2011

„Jede Person, die regelmäßig im Internet Webseiten konsultiert, die den Terrorismus predigen, die zu Hass und Gewalt aufrufen, wird bestraft.“

„Noch sind wir geschockt, aber wir werden unsere Werte nicht aufgeben. Unsere Antwort lautet: mehr Demokratie, mehr Offenheit, mehr Menschlichkeit.“

Die zunehmende Radikalität der Politik (ja, der Politik) schockiert mich mehr, als die (absolut verabscheuungswürdigungen) Taten eines Einzeltäters. Am Ende haben die Terroristen gewonnen und wir im Westen sind unserer Freiheit beraubt.

Dieser Artikel soll einen Beitrag dazu liefern, dass Jens Stoltenbergs Worte nicht vergessen werden.

Fotos: Wikimedia Commons, Kjetil Ree & aleph

3 Kommentare
  1. wo samma
    wo samma sagte:

    Eigentlich wollte ich mich auf einer Seite, die Hass und Gewalt predigt, in diesem Fall jener der Homepage der französischen Regierung, darüber informieren, was sie zu den Vorfällen in Toulouse zu sagen hat. Jetzt hab ich aber Angst davor.

  2. Dominik
    Dominik sagte:

    Wegen dieser Aussagen war Stoltenberg auch mein ganz persönlicher „Mensch des Jahres 2011“ … und es war doch auch schon erschreckend, wie Österreichs Politiker (die vom Massaker von Utøya nicht direkt betroffen waren) reagierten. Da musste ich sogar auf neuwal darüber schreiben: http://neuwal.com/index.php/2011/10/23/osterreich-unter-terrorverdacht/

    Und das Video im neuwal-Beitrag zeigt es genau: Terroristen wollen eine freie, demokratische Gesellschaft zerstören. Allein mit ihren Taten schaffen sie es nicht, aber bei der weiteren Umsetzung sind ihnen dann die sicherheitsfanatischen Politiker behilflich. Traurig.

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