BigIdea Podcasting

Im August 2006 hab ich mir gedacht, es müsste doch einen Podcast über tolle Dinge der IT-Welt geben. Interviews mit spannenden Leuten, die etwas zu erzählen haben. Die anfängliche Begeisterung ist gewichen, eine weitere Episoder folgte im September 2006.

Jetzt hat mich das Podcast-Fieber wieder gepackt. Nachdem Pressestunde.net mit Gerald Reischl gestartet ist, wurde es auch Zeit, BigIdeas.at wieder zu beleben.

Nach 25 Jahre IBM-PC und Creative Commons geht’s in der dritten Folge ums Podcasting itself. Im Wörthersee Podcasting Studio von Downtown Klagenfurt war heute Alex Wunschel per Skype zu Gast. Alex gilt als der Experte für Podcasting im deutschsprachigen Raum.

Alex brachte eine ganze Reihe interessanter Zahlen, Daten und Fakten auf den Tisch.

Also: Reinhören oder gleich in iTunes abonnieren!

Kein Steuergeld fürs BarCamp!

Wie der eine oder andere schon merkt, stecke ich und eine ganze Reihe von Mitstreitern mitten im Organisieren des BarCamp SenzaConfini (Was ist ein BarCamp?). Und da sind Sponsoren natürlich willkommen. Schließlich kostet das auch eine Menge – speziell dann, wenn man ein ganz besonders BarCamp machen will.

Rund 6.500 Euro steht einmal im Budget:

Verpflegung für zwei Tage:
Mittags-Buffet mit Kärntner Käsnudel und Lasagne, GetränkeTee– und Kaffeebuffet

3.800 Euro

T-Shirts:
Warte noch auf ein konkretes Angebot, aber Nakedshirt klingt schon einmal gut. Wie 2007 gibt’s auch Shirts für Frauen!

1.500 Euro

Notebook-Sticker:
Ein Muss für uns! Die waren schon im Vorjahr super-cool.

280 Euro

Plakate:
Unüblich für ein BarCamp, I know. Aber wir wollen Werbung an der Fachhochschule und der Uni Klagenfurt machen.

400 Euro

Diverses Kleinzeug:
Namensschilder, Plots, Papierkram, Kleinzeugs etc.

500 Euro

In Summe also ohne irgendwelchen Luxus

6.480 Euro

Kalkuliert haben wir knapp und für rund 100 Teilnehmer aufgrund von Erfahrungswerten und Learnings (100 T-Shirts für 3200 Euro!!!) aus dem letzten Jahr. Kommen mehr, wird’s zwar umso besser, aber auch teurer. Als Sicherheitspolster konnten wir vom letzten Jahr noch Rücklagen von 900 Euro „mitnehmen“.

Wir wollen nicht mehr, aber auch nicht weniger, als ein unvergessliches BarCamp für alle Teilnehmer auf die Beine stellen. Die Kosten dafür werden von Sponso ren gedeckt, bei denen wir uns schon jetzt bedanken wollen!

Vielen Dank an die derzeit bestätigten Sponsoren:

Daneben warten wir noch auf weitere Zusagen. Derzeit stehen wir bei fixen 3400 Euro.

Auf der Sponsorenliste stehen aber auch noch andere Firmen, die uns mit Sachleistungen unterstützen. Allen voran die Alpen-Adria Universität Klagenfurt und der IT-Campus, die für die Räumlichkeiten, die gesamte Infrastruktur und das Wlan sorgen. Monetär ist das kaum aufzuwiegen. Danke auch an die Kleine Zeitung, die uns unentgeltlich mit Inseratenplatz unterstützen wird.

Was können wir Sponsoren bieten? Was haben wir in die Pakete gepackt?

Die Sponsoren-Pakete sind mit Preise von 350, 600 und 1500 Euro günstig. Bei Bedarf schnüren wir auch ganz große, individuelle Pakete.

Wir haben uns schon 2007 bemüht, viel für unsere Sponsoren zu machen. Eine Clipping-Sammlung und einen Endbericht haben sie aber immer noch nicht 🙁

Dennoch: Wie die anderen 757 Fotos auf Flickr zeigen, war es aber dennoch unauffällig. Aber: Was tut man nicht an unauffälligem Product-Placement, wenn man dafür RedBull geschenkt bekommt …
Details: download.georgholzer.at/barcamp2008.ppt


KEIN Steuergeld fürs BarCamp!

Wir sind dankbar für jeden Sponsor und hoffen, auch gute Gegenleistung zu bieten! Auch wenn es heuer schwerer ist, Sponsoren aufzutreiben, haben wir auch schon einen mit herzlichem Dank abgelehnt. Eine öffentliche Stelle hat sich angeboten, uns zu unterstützen.

Wie auch im Vorjahr haben wir einen Grundsatz: Kein öffentliches Geld.

Dieser Grundsatz entstand aus unserer tiefen Überzeugung, dass man für Projekte nur Steuergeld verbrauchen soll, wenn sie sich anders nicht tragen. Zudem macht es gerade in Kärnten manchmal den Eindruck, als würde hierzulande gar nichts ohne Zuschüsse des Steuerzahlers passieren.

Danke an alle, die das BarCamp mit uns möglich machen!!!!!

Marketing mit Gadgets und Widgets

Idee für ein Podcasting-Gadget

Gadgets oder Widgets sind kleine Miniprogramme, die per Tastendruck hervor kommen oder in der Sidebar von Windows Vista „leben“. Auch Yahoo und Google haben ihre eigenen kleinen Anwendungen.

So richtig schätze ich die kleinen Mini-Programme mit nur einer Funktion erst, seit ich einen Mac habe. F12 gedrückt und schon hat man auf einen Blick, was man wissen will. Unter Vista hab ich die Sidebar ausgeschalten – sie musste aus Performance-Gründen weg.

Widgets und Gadgets gibt es für fast jeden erdenklichen Zweck: Sie sagen das Wetter voraus, rechnen Wechselkurse um, zeigen Börsenkurse, sind praktische Notizzettel, zählen die Tage bis zu einem Ereignis herunter oder helfen bei der Tagesplanung.

Vorgestern bin ich über das Webradio-Gadget von Florian Enders gestoßen. Für Österreich empfiehlt sich das Radio Austria Gadget von Leo Helmut.

Diese kleinen, genialen Dinger haben mich auf eine Riesen-Idee gebracht: Als Podcaster müsste man so ein paar Abonnenten zusätzlich gewinnen können. Gadgets als Marketing-Tool für engagierte Zuhörer. Aber auch für Marken oder Fans wäre das doch etwas …

Das Tolle an Widgets: Sie sind relativ einfach aufgebaut (ein paar Bildchen, Javascript, CSS und XML in einer umbenannten ZIP-Datei). Zudem können sie mit wenigen Anpassungen von einer Plattform auf die nächste wandern. So sind die Kosten für die Entwicklung sehr überschaubar.

oe3Ein Beispiel: Über seine Qualität kann man streiten, aber Ö3 bietet seit dem Vista Launch ein solches Gadget an. Es kann, was es können muss und nichts mehr: den Webstream zu übertragen. Ö3 wurde bei der Umsetzung ein wenig geholfen, es entstand während den Big-Days, einer mehrtägigen Roadshow von Microsoft.

Weitere Ideen für Widgets zu Marketing-Zwecken:

Was könnte man damit machen?

  • Krach: Webradios, Podcasts.
  • Latest News: RSS macht’s möglich. Wär das was für meinen Blog?
  • Search und Vorkonfigurieren von irgendwas: Ein Webshop lässt grüßen.
  • Anwendungstipps für Produkte.
  • Filme/Trailer zeigen.
  • Webabfragen direkt und bequem im Miniprogramm eingeben, Website öffnet. Das erspart die Suche nach immer wieder gebrauchten Formularen.
  • Feedburner könnte endlich sowas machen, damit ich einen schnellen Überblick über meine Feeds habe!!!

Viele Downloads werden diese kleinen Mini-Programme jeweils wohl nicht haben, aber das ist im Web mit seinem Longtail nicht immer notwendig. Die größten Fans freuen sich dafür umso mehr. Noch besser ist es, wenn Fans zu Widget-Programmieren werden. Die 23 Widgets zu den Simpsons bei Widgetbox wurden bestimmt nicht alle von Fox gemacht, oder?

Meine ToDos:

  • Ein eigenes Widget für den Pressestunde-Podcast (2. Folge online!) machen (lassen). Peter Höflehner hat auf meinen Twit reagiert und gesagt, er könnte mir vielleicht helfen (siehe Screenschot oben). Muss allerdings die Grafik noch umbauen, klauen ist böse 🙂 Andererseits gibt’s etwa auf Versiontracker schon einige „Vorbilder“.
  • Ich muss die Microsofties fragen, ob sie nicht beim BarCamp eine Session drüber machen können. Oder kann jemand Mac-Widgets?
  • Ich will auch so was können!!! Buhuhuuu, nix programmieren kann …
  • Nachdenken, was man damit wohl noch anstellen könnte.

Pimp our BarCamp-Logo

Mein erster Entwurf für das BarCamp Logo war „as good as it gets“ – besser brachte ich es nunmal nicht zusammen.

Die Idee hinter dem Logo:
Es enthält alle Farben der Landesflaggen im Alpen-Adria-Raum und soll so versuchen, den Geist des BarCamps mitzutragen: Mit- und voneinander zu lernen. Aufeinander zugehen und Gemeinsames schaffen.

Jürgen Eixelsberger von Designation und vom Designblock hat sich des „Problems“ angenommen und unser Logo „gepimpt“.

Welches der unten stehenden Varianten gefällt euch am Besten? Ich hab natürlich meinen Favoriten, der auch nicht schwer zu erraten ist 🙂

BarCamp SenzaConfini - draft

barcamp_2

 BarCamp SenzaConfini - draft

 BarCamp SenzaConfini - draft

 barcamp_5

Ach ja: Wer sich noch nicht angemeldet hat: Auf BarCamp.at gibt’s alle weiteren Infos. Ansonsten sind die Vorbereitungen voll am Laufen – stay tuned, es kommt noch mehr.

501 und Post vom Provider

Die Abonnentenzahl von 500 zu knacken kommt für mich einem Pyrrhussieg gleich. Erstmals hab ich heute mehr als 500 Feed-Abonnenten (501 um genau zu sein, freu!) und das scheint meinem Hosting-Provider gar nicht zu gefallen.

feedburner

Eben hab ich folgendes E-Mail bekommen:

wir sahen uns heute gezwungen, Ihre Internet-Präsenz auf einen gesonderten Server umzuziehen, da Sie einen großen Teil der CPU- Last auf dem ursprünglichen Webserver verursachen. Dies ist nur eine temporäre Lösung, und Sie müssen evtl. mit Performanceeinbußen rechnen, da auf diesen Servern ausschliesslich Lastkunden gehostet werden. Dieser Schritt war nötig, um einen Performanceverlust unserer anderen Kunden vorzubeugen.

Folgende Möglichkeiten bestehen nun für Sie:

a) Sie optimieren Ihre Scripe, um entsprechend weniger Last zu verursachen. Danach kann die Präsenz dann wieder auf einen normalen Webserver umgezogen werden.

b) Sie entfernen die lastverursachenden Scripte. Auch hier kann die Präsenz dann wieder auf einen normalen Server umgezogen werden.

c) Sie entschliessen sich für einen Homepage- oder Rootserver. Dort können Sie die entsprechenden Scripte ohne Probleme weiter betreiben, da Sie keine unserer anderen Kunden damit beeinflußen können (da dedizierter Server).

Bitte beachten Sie, dass es trotz dieses Umzugs zu einer Sperrung Ihrer Präsenz kommen kann, wenn die Last weiterhin so hoch bleibt.

/georg/blog/index.php

Besagtes Script stammt von WordPress (Version 2.2.2) und bislang gab es noch nie ein Problem.

Kann das damit zusammen hängen, dass der Traffic am Podcast (Pressestunde.net) zugelegt hat? Will der Provider (ein großes deutsches Unternehmen) damit nur ein teureres Paket verkaufen?

Was meint ihr? Wie kann man das Performance-Problem lösen? Supportanfrage läuft bereits.

Bill's Abgang

In der Nacht auf Heute um 3:30 Uhr (Ortszeit in Europa) hatte Bill Gates seinen letzten großen Auftritt. Er hielt die Pre-Keynote zur Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas.

Wer will, kann sich den Stream noch anschauen: 100k | 300k | 750k | Transcript. Eine Keynote von Gates sollte man gesehen haben, warum nicht gleich die letzte.

Inhaltlich – das kann man auch bei Gerald nachlesen – war ein Deseaster und weit hinter den Erwartungen. Es gab nichts wirklich aufregend Neues. So ganz ohne sensationellen Product-Launch ist es irgendwie ein unwürdiger Abgang einer der größten Persönlichkeiten der Wirtschaftsgeschichte.

Ab Sommer wird er sich nur noch der Bill und Melinda Gates Stiftung widmen. Es bleibt ihm aber auch nichts anderes übrig. Wie dieses Video zeigt, hat der Arme zuletzt viele Absagen bekommen.

Irgendwie muss man ihm ja doch einen gewissen Sinn für Humor zugestehen. Eine bessere Qualität bekommt man, wenn man am Stream (Urls oben) auf 11:00 Minuten vorgeht.
Erinnert mich irgendwie an den letzten Tag eines anderen Bill.

Update: Thomas hat mich grad aufmerksam gemacht, dass das Gates-Video bei MSN vom Netz genommen wurde. Hab eine neue Version bei YouTube gefunden.

Irgendwie typisch: Kaum gibt es einen Beweis, dass Bill Gates nicht zum Lachen in den Keller gehen muss, schon wird das Video vom Netz genommen. Klar, gibt’s ein Copyright drauf. Nur so erreicht man eines: Microsoft arbeitet scheinbar konsequent an Gates‘ Image als Langweiler. Wie auch immer – Enjoy!

Update2: Scheinbar hat es Microsoft selbst auf On10 veröffentlicht

BarCamp-Update

Es ist wieder einmal Zeit für ein BarCamp-Update!

Wie der eine oder andere ja schon weiß, findet am 2. und 3. Februar das zweite BarCamp in Kärnten statt. Für heuer haben wir uns etwas Besonderes einfallen lassen: Wir wollen Blogger und die Web 2.0-Community dies und jenseits der Sprachengrenze im Süden zusammen bringen. Wir wollenein wahrhaft grenzüberschreitendes (SenzaConfini = ital., ohne Grenzen) BarCamp auf die Beine stellen.

Die Idee dahinter? Voneinander lernen. Wo sind die Web 2.0-Trends jenseits Deutschlands und Österreichs?

Wie man ein BarCamp macht, wissen wir. Allerdings ist es umso schwerer, mit wenigen Kontakten über die Grenze hinaus Werbung dafür zu machen. Momentan stehen wir bei 54 fixen und 29 wahrscheinlichen Anmeldungen. Viel mehr als im Vorjahr zu dieser Zeit, aber noch kaum Anmeldungen von den Nachbarn. Aber keine Angst, seit dem MittelCamp in Trieste wissen wir, dass es klappen wird!

Wir brauchen Hilfe!
Wir wollen noch mehr spannende Leute einladen. Helft uns, die auf das BarCamp hinzuweisen! Wenn ihr Kontakte nach Italien, Slowenien oder Kroatien bzw. wo auch immer habt, erzählt von diesem BarCamp!

Danke vorab!

Liebe Community!

Am 2. und 3 Februar 2008 findet an der Alpen-Adria-Universität in Klagenfurt (Kärnten) das BarCamp Senza Confini statt. Anders als bei unserem ersten BarCamp im Feber 2007 blicken wir mit dieser Veranstaltung bewusst über die Grenzen nach Oberitalien, Slowenien und Kroatien. Mit der Veranstaltung, sie wird neben deutscher auch in englischer Sprache abgehalten, wollen wir die Web 2.0 Community diesseits und jenseits der Grenze ansprechen und den Alpen-Adria-Raum noch viel stärker zu dem machen, was er in Wirklichkeit
ist: Eine große Chance für uns alle!

Senza Confini: Ein BarCamp ohne Grenzen

Damit das BarCamp zu einem Erfolg wird, wollen wir möglichst viele Internet-Freaks und Blogger aus Slowenien, Kroatien und Italien zum BarCamp Senza Confini nach Klagenfurt einladen. Einladen wollen wir euch vor allem aber auch dazu, über das BarCamp Senza Confini zu bloggen (bitte den Tag „BarCampSenzaConfini“ verwenden) und möglichst vielen BarCampern davon zu erzählen. Mehr Infos zum BarCamp Senza Confini in Klagenfurt sowie Anmeldemöglichkeiten gibt es online unter
www.barcamp.at/BarCamp_Senza_Confini_2008

Wir sehen uns am Barcamp Senza Confini!

Das BarCamp Team

Web 2.0 für Journalisten

Es gibt Kollegen, die alles noch beim Alten wähnen. Die ihre Geschichten schreiben und sich keine Gedanken über die Zukunft ihrer Branche machen. Es gibt Kollegen, die nicht erkennen wollen, dass 2008 nicht 1980 ist. Dass die Medienwelt vor großen Umwälzungen steht, sollte jedem klar sein.

Zwar muss nicht jeder um seinen Job fürchten. Aber es schadet mit Sicherheit nicht, sich die neue Medien-Realität einmal näher anzusehen und zu versuchen, sie zu leben.

Diese Liste sollen sich insbesondere all jenen kritisch anschauen, die einmal als Journalist ihr karges Brot verdienen wollen. Viele Bewerber haben keine Praxis nachzuweisen. Noch viel schlimmer: Viele Publizistik-Studenten haben es gar nicht erst probiert. Alleine an der relativ kleinen Uni Klagenfurt gibt es aktuell 946 Publizisten und nur eine Handvoll Jobs, die auf sie warten. Wer wird da eher die Chance dazu bekommen: Jemand der in der Praxis noch nie was mit Medien zu tun hatte? Oder jemand, der sich schon ein kleines Publikum aufgebaut hat und weiß, worum es geht?

Zehn Dinge, die jeder Journalist machen/ausprobieren muss:

  1. Blogs lesen:
    Ich kann mich gut an die Unterhaltung mit einer Kollegin erinnern: „Ich hab mir das angeschaut: In Weblogs steht aber nur Mist. Da kann jeder, auch anonym, schreiben.“
    Stimmt, im Web kann jeder publizieren, Journalisten haben ihr Monopol verloren. Das Web ist voll von Meinungen zu jedem beliebigen Thema. Das meiste, das im Netz publiziert wird, ist allerdings kein Mist. Wer tut sich schon die Arbeit und den Aufwand an, kompletten Nonsens zu publizieren? Die Ignoranz gegenüber Blogs muss ein Ende haben!
    Und noch etwas: Es gibt viel mehr Blogger als Journalisten. Die sind zwangsläufig bei viel mehr Ereignissen dabei als Reporter oder Nachrichten-Agenturen.
    Was schadet es, sich in dieses schier unendlich große Spektrum hinein zu versetzen? Jeder Medienmensch sollte zumindest eine Handvoll Blogs aus seinem Ressort ausfindig machen, kritisch deren Autorität bewerten und diese regelmäßig lesen.
  2. Selbst bloggen:
    Es ist einfach, andere alles machen zu lassen. Ein Journalist braucht sich weder um Vertrieb noch um Produktion oder Marketing zu bemühen. Er braucht sich nicht einmal Gedanken darüber zu machen, ob sein Geschreibe auch interessant ist. Kein Journalist ist dafür verantwortlich, auch einmal auf seine „Quote“ zu schauen.
    Dabei ist es spannend, wenn man sich bemüht, eine kleine Leserschaft „zusammen zu tragen“. Ich schau beinahe täglich auf die Zahl meiner Feed-Abonnenten. Wenn es einen Ausschlag nach oben oder unten gibt, freut mich das oder ich stell mir die Frage nach dem „Warum?“.
    Außerdem lernt man mit dem Bloggen, auf Feedback der Leser einzugehen. In einer Redaktion muss es „nur“ den Chefs gefallen. Feedback vom Konsumenten/Leser gibt es in Massenmedien nur sehr selten.
    Meine anfängliche Motivation war: Ich konnte schreiben, worüber ich will und das ohne Platzbeschränkungen.
  3. Podcasten:
    Nur Texte zu verfassen, wird in der Zukunft nur für wenige, begnadete Schreiber reichen. Der Medienkonsum von morgen verlangt auch nach anderen Medienformen. Wer da mit Audio und Video umgehen kann, hat einen gewaltigen Vorsprung.
  4. Twitter/Jaiku:
    Was hat Microblogging mit Journalismus zu tun? Auf den ersten Blick nicht viel. Allerdings hilft die Beschäftigung damit, ganz neue Medienformen zu entdecken. Gerade junge Zielgruppen laufen den Medien als Kunden davon. Was schadet es daher, sich einmal mit schnellen Kommunikationskanälen und deren Sprache zu beschäftigen?
    Und: Was könnte besser sein, als eine große Twitter-Gefolgschaft, die man im Falle des Falles schnell befragen kann?
  5. Auseinandersetzung mit Copyright:
    Nicht viele Journalisten haben sich Gedanken um Lizenzen gemacht. Ein Foto ist im Archiv, also wird es genommen.
    Was passiert, wenn jemand meinen Artikel auf einer Website postet? Schadet oder hilft mir das bei der Bildung „meiner Marke“?
    Auch die Beschäftigung mit Lizenzmodellen wie CreativeCommons wäre wichtig für die Medienzukunft. Was tun, wenn man ein Bild sucht und im ach so bequemen Archiv nichts findet? Bei Flickr vorbeischauen und überlegen, was man da verwenden darf. Allerdings darf das kein Selbstbedienungsladen sein. Wer nimmt, muss auch geben!
  6. Ein Netzwerk spinnen:
    Neben einer gut geführten Outlook-Kontaktdatei eigenen sich Social Networks wie Xing, Facebook oder StudiVZ perfekt dafür, sein Netzwerk zu spinnen. Man muss es nur probiert haben.
  7. RSS lesen:
    Es ist unglaublich, aber wahr: In so mancher Redaktion wissen über 90 Prozent nicht, was RSS ist. Dabei lebt gerade dieser Beruf davon, viel zu lesen und ständig am Puls der Zeit zu bleiben.
    Ein Tipp: Man kann auch Suchergebnisse auf Technorati oder Google Blogsearch abonnieren. Wetten, dass dabei manchmal die Idee für tolle Story zu Tage kommt?!?
  8. del.icio.us ausprobieren:
    Wie oft kommt es vor, dass man auf eine interessante Quelle stößt und diese in Nullkommanichts wieder verliert? Außerdem ist die Suche bei Social Bookmarking-Sites qualitativ oft viel besser als einfaches Googeln.
  9. Bei Upcoming & Co. vorbeischauen:
    Was gäbe es besseres für einen Politik-Journalisten, sich einmal mit politisch interessierten Menschen/Lesern zusammen zu setzen? Das kann für beide Seiten befruchtend sein und eine Feedback-Schleife in Gang setzen. Also: Hin und wieder einmal Event-Datenbanken nutzen!
  10. Einen Wikipedia-Eintrag schreiben:
    Wer weiß, wie einfach eine Seite bearbeitet werden kann, der wird nicht mehr so schnell alles unkritisch zur Kenntnis nehmen. Nicht, dass ich meine, vieles sei auf Wikipedia falsch. Im Gegenteil, aber man muss immer alles doppelt und dreifach hinterfragen. Macht das Sinn? Habe ich dafür noch eine andere Bestätigung?

Klar gibt es auch noch viele andere Kompetenzen, die ein guter/angehender Journalist mitbringen muss. Aber das Web 2.0 mit all seinen Möglichkeiten als Spielwiese und Experimentierfeld zu nutzen, liegt nahe.

Es gibt mehr Wege, Information und Unterhaltung zu verbreiten, als mit Hilfe toter Bäume oder Radiowellen! Gerade in dieser schnellen Branche muss man stets offen sein für Neues! Und wer nicht neugierig ist, ist sowieso im falschen Beruf.

Endlich: Die Pressestunde lebt!

Vor gut einem Jahr haben Gerald Reischl und ich in Dubai die Idee für einen Podcast geboren. Pressestunde.net sollte er heißen und uns die Möglichkeit geben, unseren Senf zu Technik-Themen dazu zu geben. Jetzt, ist endlich eine Nullnummer online. Jetzt geht es endlich los!

pressestunde-blog

Einmal die Woche gibt’s ab jetzt News, Analysen, Hintergründe aus der Welt der Technik. Dauer: einfach zu konsumierende 20 – 30 Minuten.

Wir wollen aber auch Gäste einladen. Ich stelle es mir spannend vor, die Meinung von Leuten aus der Branche zu hören, mit denen sie nicht wirklich zu tun haben – ein Googler über ein Microsoft-Thema, jemand von Nokia übers iPhone und so weiter.

Die Qualität ist sicher noch ausbaubar, aber es kommt auf den Inhalt an! Wir hoffen, dass sich das Reinhören (und natürlich Abonnieren) lohnt, auch wenn am Anfang nicht alles perfekt ist.

Wer sind wir?

  • Georg Holzer: Mich sollte der Leser an dieser Stelle schon kennen. Nur ganz kurz – ich schreibe die Technik-Geschichten in der Kleinen Zeitung (Österreichs zweitgrößte Tageszeitung) und der Tiroler Tageszeitung.
  • Gerald Reisch ist für die Technik-Berichterstattung im Kurier (die Nummer drei in Österreich) verantwortlich, macht einmal die Woche im ORF eine Kurzsendung und ist Buchautor. Sein Blog befindet sich übrigens auf Reischl.com.

Was wir jetzt brauchen, ist euer Feedback! Wie gefällt euch der Podcast? Was könnte man besser machen? Welche Ideen habt ihr? Einfach hier, oder auf Pressestunde.net einen Kommentar hinterlassen. DANKE!!!

Excel-Fahrplan für die Euro 2008

Zur Fußball-WM 2006 hatte Microsoft eine nette Idee: Eine Excel-Tabelle, bei der man Ergebnisse eintragen kann und die man bis zum Finale aktualisieren kann.

Ich bin überhaupt kein Fußball-Fan, aber ich hab etwas gesucht, womit ich „spielen“ kann. Und bevor es kompletter Nonsens ist, bringt’s vielleicht irgendwem irgendwas. Und so hab ich den Spielplan für die kommende Eußball-EM mit all meinen Excel-Künsten meinem Excel-Halbwissen angepasst.

Wozu das Ganze, wenn es doch überall auch Tabellen im Web gibt? Ganz einfach: Man kann mit den Ergebnissen spielen – und das ist der einzige Weg, wie Österreich Europameister werden kann – zumindest rein rechnerisch 🙂

euro-excel

Download: euro-spielplan.xls (Updated by Gerhard Zöchmann)

Update: Die aktuellste Version gibt’s sogar mit Tippspiel!