Facebook in Zahlen

Was mir an Facebook gefällt, ist dass man relativ leicht an Statistiken rankommt.  Mich hat einmal interessiert, wie das international so aussieht, also hab ich mich hinter Excel (ich liebe die bedingte Formatierung von Office 2007) gehängt und Daten aus der Ads & Pages-Applikation gezogen.

Bei den Zahlen für Deutschland, Österreich und die (deutschsprachige) Schweiz muss man allerdings bedenken, dass es mit StudiVZ und Xing starke Konkurrenten gibt.

facebook-weltweit

Weil die Ads & Pages Applikation jedoch nicht für jedes Land Daten auswirft, habe ich mir auch die Mitgliedschaften in den länderspezifischen Networks angeschaut. Aus den genaueren Zahlen der oben angeführten Länder und der jeweiligen Networks bin ich auf einen Schlüssel von 1,15 gekommen, mit dem man die Network-Mitgliedschaften multiplizieren kann.

Die Daten sind mit Vorsicht zu genießen! Einerseits heißt es nicht, dass alle Nutzer eines Landes im entsprechenden Netzwerk sind. Andererseits können auch Bürger eines Staates im Netzwerk eines anderen Staates sein. Diese Zahlen stellen lediglich einen Näherungswert dar.

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Weiß jemand, wo man Zahlen für StudiVZ, Xing oder andere Social Networks bekommt?

Quelle: Facebook, Wikipedia

Castingshow für Firmengründer

Zu Starmania, Deutschland sucht den Superstar, Dancing Stars oder Taxi Orange kommt jetzt eine weitere Casting-Show: Make A Team. Die österreichische Technik-Illustrierte E-Media und die Wiener Multimedia Agentur Root9 suchen nicht etwa minder-talentierte Sänger oder Tänzer sondern Unternehmer.

Ein Team von Grafikern, Programmierern und „Backoffice-Kräften“ soll bis Ende Februar eine echte Firma aus dem Boden stampfen.

 

Man darf gespannt (wie ein Regenschirm) sein, was dabei rauskommt …

via Digitalks

BarCamp Videos – Teil 1

Ein Grund für meine Blog-Abstinenz lag darin, dass es diese Woche viel Arbeit und vom BarCamp Senza Confini einiges gibt, das es aufzuarbeiten gab.

Die Videos sind teilweise online, die Tracks im Blue Room sind fast vollständig, alle weiteren werden in nächster Zeit folgen:

Update: Bei zwei Videos gibt’s asynchronen Sound, werde das versuchen zu reparieren.

Absurd billig und effizient werben

facebook-logo

Am BarCamp letztes Wochenende gab es von Max und Ritchie eine Session zu Facebook (Video hier), die mich wirklich gepackt hat. Bei jedem Geheimtipp stellt sich die Frage, ob man drüber schreiben soll oder nicht. Weil’s ohnehin schon einmal passiert ist, erzähl‘ ich euch davon – auch auf die Gefahr hin, dass sich das ändern wird.

Es ging um Social Marketing und Anzeigen auf Facebook. Das war so genial, dass ich gleich selbst Anzeigen geschalten habe: Ich mache Werbung für „Pressestunde.net„, den Podcast, den ich gemeinsam mit Gerald mache.

Facebook-Ad für Pressestunde.net

Warum? Weil’s praktisch nichts kostet! Der TKP liegt bei (selbst gewählten 11 Dollar-Cent). Umgerechnet auf Euro bedeutet das, dass 100.000 Ad-Impressions mit extrem eingeschränkter Zielgruppe (Männer, 16 – 40 Jahre mit „Technology“ im Profil) 7,4 Euro kosten werden.

Wie geht das?
Anzeigen auf Facebook werden mit Hilfe der Applikation „Ads and Pages“ erstellt. Sie bekommt man nach einem Klick auf „Advertise“ (unter jeder Anzeige).

Facebook-Ad: Application

Nach der Angabe eines externen Links oder einer Facebook-Seite …

Facebook-Ad: Link

… kommt man zur Auswahl des Zielpublikums. Nebeneffekt hier: Man sieht auf einen Blick, wie viele Nutzer sich in ihren Profilen zu welchem Land „bekennen“. Aktuell gibt es also rund 78.400 Nutzer, die Österreich angegeben haben.

Jedes Ad kann extrem individuell platziert werden. Man kann Einschränkungen für Geschlecht, Alter, Interessen, politische Gesinnung oder Beziehungs-Status setzen. Ja sogar der Arbeitgeber (Workplaces) eines Nutzers lässt sich bestimmen, was bei uns aber noch nicht wirklich geht. Nach jeder Auswahl eines Kriteriums verändert sich die Zahl der potenziellen Werbeadressaten rechts oben.

Facebook-Ad: Audience

So könnte man etwa bei allen weiblichen Mitarbeitern von General Electric, die Tennis spielen und Single sind eine Anzeige schalten.

Oder noch besser: Andreas hatte die Idee, ich könnte damit Kontaktanzeigen schalten. Alle Single-Frauen in Österreich zwischen x und y Jahren wären so viel billiger erreichbar als über dämliche Partnerbörsen.

Einziges Manko: Man kann geografische Merkmale nicht weiter bestimmen. Ein Targeting nach Ortsnamen oder Bundesländern ist derzeit nicht möglich.

Es folgt die Eingabe des Anzeigen-Texts (Haupttext hat maximal 135 Zeichen bei einer höchstmöglichen Wortlänge von 20 Zeichen) und das optionale Hochladen eines Bildes.

Facebook-Ad: Text und Bild

Abschließend kommt man zur Eingabe des Budgets:

Facebook-Ad: Budgeteingabe

Die von Facebook in Österreich und Deutschland derzeit erreichbare Zielgruppe ist zwar noch recht klein, aber dennoch spannend – es sind alles early adopter. Auch bei den Werbenden sieht es derzeit noch mau aus. Wie bei Google Ad Words geschieht die Platzierung im Auktionsverfahren. Kämen zwei Ads für eine Platzierung in Frage, kommt diejenige zum Zug, für die mehr bezahlt wird.

Noch spielt das aber keine Rolle, weil es weit weniger Ads als Pageimpressions gibt. So werden auch Ads mit einem TKP von einem US-Cent dargestellt. Absurd billig und so durchaus effizient.

Das wird sich aber schnell ändern, wenn die Werbebranche das erkannt hat. Facebook bietet zudem eine sehr genaue Kontrolle der Impressions und der Conversion Rate.

Einziges Problem: Ich hatte anfangs gröbere Probleme mit dem Browser, eine Neuinstallation des Flash-Plugins löste die jedoch.

Wofür würdet ihr auf Facebook werben? Würdet ihr überhaupt?

Österreichischer Startup-Blog

Ich will gar nicht wissen, welch große Zahl hinter (1000+) in meinem Google Reader steckt. Bin grad am Aufarbeiten von Dingen, Lesen von Feeds und

Grad bin ich bei Max auf einen tollen frischen Blog gestoßen: austrianstartups.com. Jürgen Höbarth schreibt über das, was sich in der österreichischen (Web 2.0-)Gründerszene so tut. Man darf hoffen, dass es mehr wird und das „Alpen-Techcrunch“ viel zu berichten haben wird.

austrianstartups

Yahoo & Microsoft: Macht das Sinn?

Eben herein gekommen: Microsoft macht ein offizielles Angebot für Yahoo. Pro Aktie will man 31 Dollar bezahlen – ein Aufschlag von 62 Prozent gegenüber gestern. Ist die Sache wirklich 44,6 Milliarden Dollar (30 Mrd. Euro) wert? Bringt das was?

MSY

Steve Ballmer meinte vor ein paar Wochen, dass Microsoft bis zu ein Viertel seines Umsatzes im Web und mit Werbung machen will. Dass sich dass alleine nicht ausgeht, wird ihm wohl klar gewesen sein. So könnte es sich ausgehen.

  • Auch wenn Microsoft es nicht öffentlich sagt: Deren Geschäftsmodell (Software im Packerl zu verkaufen) steht vor einem Wandel.
  • Gerade wegen der unglaublich guten Zahlen, die Microsoft Quartal für Quartal abliefert, hat man das Geld in der Portokasse. Für die Yahoo-Aktionäre wird das Angebot verlockend sein, zumal man derzeit mit gröberen Problemen kämpft und erst letzte Woche 1000 Mitarbeiter freisetzte.
  • Anzeigenlösung:
    Microsoft hat kaum Kunden, dafür aber mit dem Ad-Center eine hervorragende Plattform. Yahoo auf der anderen Seite arbeitet seit Jahren erfolglos an einem Ad-System (Codename: Panama), das Werbung zielgenauer positionieren soll.
  • Exchange-Konkurrent ausgeschaltet:
    Erst im vergangenen Herbst kaufte Yahoo Zimbra – ein Hersteller von Server-Software, der alle Funktionalität von Exchange bietet. Es gibt sowohl gehostete Dienste, als auch eine OpenSource-Variante. Weil die immer besser wird, wird der neue Eigentümer wohl keine große Freude damit haben.
  • Web-Suche:
    Während Microsofts Marktanteil bei der Suche von sehr marginal auf marginal steigt, verliert Yahoo. In den USA ist die Verteilung weniger dramatisch als bei uns. Hier die Marktanteile im September 2007:
    Google: 57 %
    Yahoo: 23,7 %
    Microsoft: 10,3%
    Andere: 10%
    Mit einem Schlag ist Yahoo/Microsoft dreimal so groß wie MS alleine.
  • Web-Properties:
    Man kann Microsoft ja nicht vorwerfen, sich nicht bemüht zu haben, aber deren Webdienste sind keine heißen Semmeln, die sich selbst verkaufen. Was haben Microsoft und Yahoo? Mit Diensten Del.icio.us, Flickr oder Upcoming bekommen die Redmonder die heißesten Webdienste serviert. Ob deren loyale Nutzer damit eine Freude haben, darf man allerdings bezweifeln.
  • Schwierige Integration:
    Man muss es erst einmal schaffen, 11.000 Mitarbeiter in ein weiteres Unternehmen zu integrieren. Ganz wird das vermutlich nie gehen. Außerdem kann man davon ausgehen, dass zwischen dem doch recht bürokratischen Redmond und einer SiliconValley-Firma (Yahoo kommt aus Sunnyvale) erhebliche kulturelle Unterschiede bestehen.
    Auch in technischer Sicht würde das nicht einfach: Microsoft setzt im Web auf deren Programmiersprachen, Yahoo baut voll auf den LAMP-Stack.
    Zudem gibt es einige Überschneidungen – etwa bei Maps oder Mail. Man wird wohl davon ausgehen können, dass zumindest mittelfristig jeweils beide Varianten bestehen bleiben.
  • Kooperationen:
    Bereits in der Vergangenheit haben Microsoft und Yahoo mehrmals bewiesen, dass sie zusammenarbeiten können. So war der neue Yahoo-Messenger eines der ersten Produkte überhaupt, das Vistas Grafik-Schnickschnack voll ausgenutzt hat, der IM-Client war zudem der erste, der interoperabel war. Yahoo bot stets gebrandete Versionen des IE an und Microsofts Live Photo-Gallery erlaubte auch den Upload zu Flickr. Man kann miteinander.
  • Synergien:
    Microsoft spricht von einer Milliarde Dollar, die man im Jahr gewinnt. Kein Wunder: deren Online-Dienste schreiben ein sattes Minus von einer Milliarde Dollar – im Quartal!
  • EU-Bedenken:
    Wie bei jeder großen US-Übernahme, wird sich wohl auch die EU einmischen. Bei dem enormen Suchmonopol (bei über 90 Prozent kann man fast schon als solches bezeichnen), das sich Goolge in Europa aufgebaut hat, muss Europa aber froh sein, wenn es einen stärkeren Gegenspieler gibt.

Ob es den Betrag wert ist, lässt sich noch nicht sagen. Fix ist aber, dass Microsoft es alleine nie geschafft hätte, im Web eine wichtige Nummer zu spielen.

Letzte BarCamp-Updates

Treffpunkte:
Wer heute, Freitag, schon anreist: Wir treffen uns um 19:00 Uhr im UniWirt, das ist das Pub gegenüber der Universität.

Samstag: Checkin ab 9:00 Uhr an der Uni Klagenfurt. Gleich beim Haupteingang, ist nicht zu übersehen.

Campus-Map:
Zum Download aufs Bild klicken, als Papier vor Ort! Eine Google Map gibt’s auch!

campusmap-small

Updates per Twitter:
Wer ständig am Laufenden sein will, kann unserem Twitter-Account folgen:
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Parkgebühren:
Parken an der Universität ist teuer! Die Gebühren werden auch am Wochenende fällig. Aber: Es sind Ferien und am Wochenende dürfte nicht allzu viel los sein. Die Parkplätze entlang der Universitätsstraße und dem Natilusweg sind kostenfrei zu benutzen!

Wlan:
Ab morgen in der Früh ist das Wlan „scharf“. Im gesamten BarCamp-Bereich gibt’s zuverlässiges Internet.
Login-Site: Zid-Connect, User: w-barcamp, Passwort barcamp
Vielen Dank an dieser Stelle an den Zentralen Informatik Dienst der Uni Klagenfurt!