SonyEricsson weit unter meinem Radar

(c) SonyEricssonIch gebe zu: ich bin ein wenig auf Nokia und Handys mit Windows Mobile-Betriebssystem zentriert. Heute hatten wir eine Präsentation von SonyEricsson und ich muss meine Meinung ordentlich revidieren.

Meine ersten Mobiltelefone waren allesamt von Ericsson (GH337, GH688, T68) und ich konnte mich nie beschweren. Mit dem T610 habe ich mir SonyEricsson abgewöhnt. Billiges Plastik, zu wenig Speicher, keine zeitgemäße Kamera, ein schlechtes Display und kurze Akku-Laufzeit. Ein Horor!

Seither dürfte sich aber einiges getan haben. Die Walkman-Handys (auf Musik getrimmt) sind wirklich gut, das Cybershot (die Marke kommt von Sony-Digitalkameras) macht wirklich tolle Bilder.

Dazu kommen einige pfiffige Ausstattungsmerkmale: ein wirklich gute Clients für E-Mail (Exchange-Sync inklusive) und RSS sowie Software-Updates, die man selbst einspielen kann. Bald wird bei mir ja wieder ein neues Handy fällig und da werde ich mir das aktuelle Flaggschiff, das W950, sicher einmal näher ansehen müssen.

PS: Mit „Walkman“ und „Cybershot“ hat man schon zwei erfolgreiche Marken von Sony aufs Handy geholt. Bin gespannt, wann das erste Handy mit der Sub-Brand „Playstation“ auf den Markt kommt. Mein Tipp: In Barcelona bei der nächsten 3GSM-Messe ist’s soweit!

Tourismus ist offline statt online

Da braucht man sich nicht wundern, wenn der Tourismus in Kärnten nicht läuft. Zur Erinnerung: Zum dritten Mal hintereinander gab es diesen Sommer das schlechteste Ergebnis in Österreich. Was das mit meinem Blog zu tun hat? Nunja, ich „berate“ gerne kostenlos die Kärnten Werbung, weil das so weitere Verschwendung von Steuergeldern verhindern könnte …

In der Kärnten Werbung bezahlt man lieber hunderte Heimat-Feste für Kärntner oder kauft für sündteures (Steuer-)geld Inserate ein als sich dem Web zuzuwenden. Wetten, dass Werner Bilgram von Social Media noch nichts gehört hat.

Jüngster Beweis ist Wikitravel, eine Art Wikipedia für Reisende. Der Milford Sound, eine einzelne, kleine Touristenattraktion ist dort besser beschrieben und bebildert, als Kärnten. Abgesehen davon beginnt der Spaß gleich mit einem altbackenen Foto vom Marktplatz in St. Veit! Wer dabei Lust bekommt, nach Kärnten zu fahren, ist vermutlich schon zu alt dafür 🙂

Verweigerung von allem Neuen bringt keine neuen Gäste! Hier der Arbeitsauftrag für die Kärnten Werbung:

  1. Öffnen Sie einmal den Internet Explorer (oder auch den Firefox)
  2. Schauen Sie sich an, wie sich die Welt verändert
  3. Kappen Sie ihr Budget um einziges Inserat in Geo & Co. und investieren Sie dieses Geld (viral) ins Web. Vielleicht mit einer eigenen Kraft, die sich nur um dieses Thema kümmert
  4. Aber merke: So ein Engagement muss aber von Dauer sein! Schnellschüsse wie unter „LeiLei“ ein paar Bilder auf Flickr zu stellen, reicht nicht!

Das nenne ich Einsatz!

Windows Vista LogoDie Microsofties in Redmond sind kurz davon, Windows Vista fertig zu stellen. Und just gab es auch noch Stromausfälle in genau den Gebäuden, wo die Entwickler werken. Dennoch schuften die weiter. Bin gespannt, ob sich die Mühe lohnt.

Beim Launch-Event am 16. November in Wien kann ich leider nicht dabei sein, eine (Tor)Tour in die Bundeshauptstadt wird mir aber wohl nicht erspart bleiben, um mir Vista zeigen zu lassen. Hoffe, es gibt sich die Gelegenheit. Bin schon gespannt, wie ein Regenschirm.

Bin übrigens grad in London, Wifi ist teuer und ich hab mir eine recht Präsentation von One’s neuem 4 zu 0 Music-Tarif gegeben. Klingt interessant – wie immer ist nicht alles koscher, wenn es um DRM geht. Mehr dazu aber später, muss jetzt einmal arbeiten.

Startschuss für Barcamp Klagenfurt

Bin grad mit Ed in meiner Küche und wir brainstormen über dem Barcamp Klagenfurt, das Anfang 2007 über die Bühne gehen soll. Hier die Bilder:

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Alle weiteren Fotos findet man auf Flickr mit dem Tag „Barcampklagenfurt

Announcing: Barcamp Klagenfurt

Ed Wohlfahrt hat es ja schon angedeutet – hier die große Ankündigung. Wir machen uns Gedanken, ein Barcamp in Klagenfurt zu machen.

Angedacht – und noch nicht mehr – ist einmal der Februar 2007. Mal sehen, was draus wird. Wir halten euch auf unseren beiden Blogs auf dem Laufenden!

[Update] Jürgen Eixelsberger hat mich eben darauf aufmerksam gemacht, dass der Lindwurm irgendwie ausgeborgt war. Nicht ganz von der Hand zu weisen – er stammt vom Magistrat Klagenfurt. Eigentlich möchte man meinen, dass man das als Steuerzahler nutzen dürfte. Wie auch immer … Die neue Version stammt von einem Foto das ich vor über zehn Jahren einmal gevektort habe!

barcamp-klagenfurt2.gif

Geizige Internet-Provider

Apropos Vista: Dass ein Betriebssystem „dicker und fetter“ geworden ist, merkt man daran, dass es nicht mehr auf eine CD passt, sondern gleich eine ganze DVD konsumiert. Je komplexer ein Stück Software wird – egal welches und von welchem Hersteller es stammt – umso mehr Fehler sind da drinnen. Mehr Fehler bedeutet mehr Patches, mehr Patches heißt auch mehr Datenvolumen, dass einem nach dem Windows-Update fehlt.

Wer heute ein Windows XP aufsetzt, kann gleich eine ganze Menge runter laden. Das volle Service Pack 2 bringt es auf 265 Megabyte und gut 50 MB sind seitdem an zusätzlichen Patches dazu gekommen. Dazu kommen jeweils gut 12 Megabyte an Updates für den Virenscanner etc.

Und wie bitte soll Sicherheit bitte bei einem Freivolumen von 250 MB monatlich funktionieren? Eine ganze Reihe von Internet-Providern bietet ab Anfang November ein neues günstiges ADSL-Paket für 9,90 Euro/Monat (zzgl. TikTak-Grundentgelt von 15,98 Euro) an. Bei der Telekom Austria soll es das (und noch weitere DSL-Neuheiten) ab Mitte November geben.

Was hat das eine mit dem anderen zu tun?
Wollen die Provider, dass Ihre Kunden sicher durchs Internet surfen, sollen sie den Traffic zu den Patch-Servern doch kostenlos machen. Das ist technisch ohne weiteres möglich, man muss es nur wollen. Das wäre wahrer Service am Kunden!

Aber diese „Großzügigkeit“ würde letztlich auch den Providern selbst helfen:

  • Durch weniger Schädlinge im Netz verringert sich auch der Traffic, den diese verursachen
  • Es würde weniger Support-Calls wegen „langsamer“ Internet-Leitungen geben, weil ja kein spammender Trojaner den Zugang verstopft
  • Apropos Spam: Die Provider würden mangels Spamschleudern auch weniger oft auf Blacklists kommen.

Ausreden gelten nicht! Traffic ist mittlerweile billigst zu bekommen, die Unterschiede zwischen einem und 20 Gigabyte monatlich dienen lediglich der Preis-Differenzierungen. Wer mehr zu zahlen bereit ist, soll das auch.

Vista ist fertig, oder doch nicht?

Windows Vista soll fertig sein. Das will zumindest die stets gut informierte Newssite Winfuture wissen. Gestern abends hatte Bink.nu die gleiche News mit denselben Fakten (Build-Nummern) wie Winfuture heute, doch hat man die News wieder zurück gezogen. Sie sei noch nicht bestätigt. Mehr als fünf Jahre haben die Arbeiten zumindest bis jetzt gedauert.

Bislang war man vom 25. Oktober als Fertigstellungszeitpunkt ausgegangen. Dann gab es einige Rückschritte, weshalb man den 8. November in Betracht zog. Das war allerdings immer nur der letztmögliche Termin.

Und egal, ob man gestern um 22 Uhr (Ortszeit, das wäre dann in Europa vor zweieinhalb Stunden gewesen) fertig geworden ist oder nicht: Bis man das gute Stück zu kaufen bekommt, wird noch ein wenig Zeit vergehen. Ende November sollen Firmen ihre Datenträger bekommen, Private müssen noch bis Jänner warten.

Übrigens: Gestern hat Fujitsu-Siemens als allererster in Österreich Details für das Vista-Upgrade-Programm genannt. Wird Zeit, dass auch die anderen folgen.

Microsoft schadet Podcastern

Ganz frisch: der Windows Media Player 11 (WMP11) steht zum Download bereit. Microsoft war nicht untätig und hat einen ganz netten Medien-Player zusammen gebracht. Doch zeitgemäß ist der nicht mehr: Es kann mit RSS-Feeds schlichtweg nicht umgehen und ist somit als Empfänger für Podcasts ungeeignet. Mit diesem Mangel schadet sich Microsoft nicht nur selbst, weil der Player so unattraktiver ist und weniger Nutzer upgraden werden. Die Redmonder schaden auch einer großen Zahl an Medienschaffenden, die Audio- oder Videopodcasts herstellen.

Könnte man – ähnlich einfach wie bei iTunes – Podcasts abonnieren, würden durch die enorme Verbreitung von Windows diese neuen Medien einen enormen Aufwind erfahren.

Aber nein: Microsoft hat das nicht. Zwar ist der WMP11 – wie erwähnt – ganz nett, aber eben ob dieses Mangels nicht zeitgemäß. Schade eigentlich, denn ich kenne viele, die Apples iTunes lieber gestern als heute los werden wollen. Ich inklusive. Aber es gibt halt nichts anderes … Mal sehen, ob da nicht jemand zumindest ein Plugin für dem WMP11 programmiert.

Youtube am iPod

Youtube hat schon abgehoben, doch traditionelle Medien bekommen erst ein gröberes Problem mit dem Phänomen, wenn man die vielen Videos auch offline nutzen kann: sprich: am Fernseher oder wenn man sie mitnehmen und Freunden zeigen kann. Nun, das ist jetzt der Fall.

Crunchgear hat eine Anleitung, wie man Youtube-Filme auf jeden Video iPod spielt. Alles, was man dazu braucht ist Firefox 2.0 und ein kleines Programm … Die Rückwandlung des Flash-Videos kann man übrigens in fast in jedes Format machen, sodass auch der Zune oder Nokia-Handys davon profitieren. Enjoy!

Creative Commons explodiert

Die Zahl derjenigen Kreativen, die ihre Inhalte unter eine Creative Commons-Lizenz stellen, wächst jeden Tag – und zwar exponentiell. Am besten kann man diese am Fotodienst Flickr ablesen.

Am 24. Jänner 2006 hab ich mir angeschaut, wie viele CC-Bilder es auf Flickr gab. Hier das Ergebnis

 Nur Namensnennung: 869.989 Fotos
  Namensnennung, jedoch keine Veränderung gestattet: 250.487
   Namensnennung, keine Veränderung gestattet, nicht kommerzieller Gebrauch: 2.588.115
    Alle andere Kombinationen dieser Lizenzmodelle brachten es zusammen auf fast vier Millionen
Fotos

Von Oktober 2005 bis Jänner 2006 hatte sich die Zahl verdoppelt.

Und wo stehen wir jetzt?
Bei 22 Millionen CC-Bildern alleine auf Flickr.com und das bei rund 7,7 Millionen per Ende Jänner.

 Nur Namensnennung: 2.641.478 Fotos
  Namensnennung, jedoch keine Veränderung gestattet: 770.955
   Namensnennung, keine Veränderung gestattet, nicht kommerzieller Gebrauch: 7.652.734
    Alle andere Kombinationen dieser Lizenzmodelle bringen es zusammen auf über 11,5 Millionen
Fotos

Und auch abseits von Flickr scheint das CC ordentlich Dampf zu geben. Gab es vor einem Jahr nur 40 Millionen Links auf die Lizenz, sind es jetzt insgesamt schon 140 Millionen.

Mehr dazu: Mediashift-Post